Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
304
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Mein Vetter! Da der König, mein Herr Sohn,seine Reise nach Rheims und seine Krönungglücklich vollbracht hat, so werden wir in kur.zem wieder nach Paris zuräckkehren. Und daam Schluß dieses und im Anfang des folgen,den Jahrs verschiedene Geschaffte vorfallen wer.den, wobcy Ihre Gegenwart wegen Ihrer Aem.ter und Einsicht hierin» erforderlich seyn dürfte;so bitte ich Sie, aufs Kaldesie zurückzukommen,und dies so einzurichten, daß Sie zu gleicherZeit mit uns daselbst eintreffen können. Dergewissen Zuversicht, daß Sie nicht ermangelnwerden, bitte ich Gott rc. Geschrieben zuRheims am 6. Okt. i6ro.

Ihre gute Muhme,Maria.

Ich dachte, wenn ich für seht die Reise vermiede,die man von mir verlangte, so würde man in der Folgenicht weiter daran denken; daher antwortete ich derKönigin folgendes:

Madame! Meine Neigung, meine Pflicht unddie Ehre, die Sie mir durch Ihr Andenken anmich erweisen, sind gleich starke Beweggründefür mich, den Befehlen Ew. Majestät Folgezu leisten. Allein die große Schwache, die mirvon der gefährlichen Krankheit, von der ich soeben erst aufstehe, übrig ist, und die Zuverläßig.keit, mit der ich weiß, daß meine Gegenwartbey den Geschäfften mehrern Personen, welchegrößeres Ansehen dabey haben als ich, nichtangenehm ist, macht, daß ich Sie unterthanigstbitte, zu erlauben, daß ich meine RückkunftzumHof noch so lange verschiebe, bis ich mich ganz

erholt