„Mein Vetter! Da der König, mein Herr Sohn,„seine Reise nach Rheims und seine Krönung„glücklich vollbracht hat, so werden wir in kur.„zem wieder nach Paris zuräckkehren. Und da„am Schluß dieses und im Anfang des folgen,„den Jahrs verschiedene Geschaffte vorfallen wer.„den, wobcy Ihre Gegenwart wegen Ihrer Aem.„ter und Einsicht hierin» erforderlich seyn dürfte;„so bitte ich Sie, aufs Kaldesie zurückzukommen,„und dies so einzurichten, daß Sie zu gleicher„Zeit mit uns daselbst eintreffen können. Der„gewissen Zuversicht, daß Sie nicht ermangeln„werden, bitte ich Gott rc. Geschrieben zu„Rheims am 6. Okt. i6ro.
Ihre gute Muhme,Maria.
Ich dachte, wenn ich für seht die Reise vermiede,die man von mir verlangte, so würde man in der Folgenicht weiter daran denken; daher antwortete ich derKönigin folgendes:
„Madame! Meine Neigung, meine Pflicht und„die Ehre, die Sie mir durch Ihr Andenken an„mich erweisen, sind gleich starke Beweggründe„für mich, den Befehlen Ew. Majestät Folge„zu leisten. Allein die große Schwache, die mir„von der gefährlichen Krankheit, von der ich so„eben erst aufstehe, übrig ist, und die Zuverläßig.„keit, mit der ich weiß, daß meine Gegenwart„bey den Geschäfften mehrern Personen, welche„größeres Ansehen dabey haben als ich, nicht„angenehm ist, macht, daß ich Sie unterthanigst„bitte, zu erlauben, daß ich meine Rückkunftzum„Hof noch so lange verschiebe, bis ich mich ganz
„erholt