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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
303
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Geldes nach der Schweiz, das andre nach Venedig,und das dritte nach Holland zu schicken, wohin ichmich, wenn ich das Ungewittcr dem Ausbruch nahesehen würde, selbst zu begeben im Sinn hatte, nebstdem Geld, was ich bey meiner guten Wirtschaft all-jährlich hatte zurücklegen können. Alle meine Zurü-stungen waren gemacht; folgendes verursachte abereine Aenderung.

Die Eifersucht und die MißheÜigkeit der Großenund vornehmsten Beamten machten die Krönungs-feyerlichkeit so lärmend, daß beynahe Unordnung dar-über entstanden jwäre. Ich rede nicht blys von Rang-streitigkeiten. Der Herzog von Epernon, obschon demSchein nach seit einigen Jahren sehr eng mit Concinrverbunden, stieß einst nebst dem Herzog von Aiguillonöffentlich sehr harte, beschimpfende und selbst drohendeReden gegen ihn aus. Der Herzog von Nevers, vonden Prinzen unterstützt, behandelte ungefehr eben soSillery, Vllleroy undIeannin. Schrecken ergriff ste;sie fühlten sich weder stark noch auch ohne Zweifel-reingenug, um diese Vorwürfe von sich abzuwalzcn. Siesahen, daß sie bey dieser Gelegenheit meiner noch be-durften. Es konnte unangenehme Folgen haben, wennder Prinz und die Großen sich gewöhnten, die Mini-ster hart anzulassen. Ich schien ihnen der einzigeMann, der im Stand wäre, die Sachen auf einenandern Fuß zu setzen, vermittelst des Ansehens, derAchtung und selbst der Furcht, welche meine Geburt,mein Charakter und mein Betragen mir jederzeit imStaatsrath verschafft hatten. Sie drangen daher sosehr in die Königin, mich zurückkvmmen zu lassen, daßsie mir durch einen j eignen Boten folgenden Briefschickte.

Mein