ZQL ------- ,
hatte, eine Reise nach einem meiner Landgüter zu ma-chen. Ich verbarg sorgfältig, daß dies in der Absichtgeschehe, nicht wieder nach Paris zu kommen, wenig,stens so lange nicht, als ich dieselbe Stimmung derGemüther und dieselbe Unordnung in den Geschafftensehen würde. Ich hatte aber zuvor diesen Entschlußgefaßt, der noch durch eine sehr starke Krankheit be-stärkt wurde, worein ich gleich nach meiner Ankunftzu Montrond fiel. Diese hatte ich einzig den traurigen,heftigen Lagen zuzuschreibcn, worinn sich mein Herzseit vier Monaten befand. Eben hier machte ich auch,meinen Mißmuth zu zerstreuen, zwey kleine poetischeAufsätze: die Parallele zwischen Cäsar und Heinrichdem Großen, und r Abschied vom Hof (5).
Wenn dieser Abschied nicht der letzte war, so wares nicht ganz meine Schuld. Unaufhörlich dachte ichan den oben gedachten geheimen Rath beym Nuntius.Ich verband damit gewisse Worte, von denen mir einePrinzessin, meine Perwandtin und innigste Freundin,erzählte, daß sie solche zu eben der Zeit zu der Königinhabe sagen hören» Tausend andre dergleichen beson-dre Umstände erregten in meinem Herzen die stärksteAhnung, daß der reformirten Kirche eine Verfolgungnahe bevvrstehe. Preaux dachte, wie ich, als er mirunterm io. November von Chatelleraut schrieb: ihmscheine es schon, als sehe er das Theater errichtet, umunsre Trauerspiele zu erneuen. In dieser Erwartungwar mein Entschluß gefaßt, mich aller meiner Stellenzu Gunsten derer zu entledigen, welche Concini undseine Frau an mich weisen würden, als Leute, denendas Geld am wenigsten sauer wurde. Man hattemich bereits darum anreden lassen, und ich hatte nichtzu befürchten, daß mir die Königin ihre Genehmigungdazu versagen würde. Ich gedachte ein Drittel dieses
Geldes