Geblüt, den Connetable, den Großstallmeister- den 'Herzog von Epernon, und viele andre gegen einanderaufbrachte, unter denen Concini jederzeit einer der er-sten war (z). Bisweilen warf das Gleichgewicht un-ter diesen erlauchten Nebenbuhlern, die Gnaden, wor-über man sich nicht vereinigen konnte, den nichtswür-digsten Leuten zu. Verwirrung., Treulosigkeit, Unge-rechtigkeit, alle Titel, welche auf die Verachtung derSubordination folgen, überschwemmten den Hof undden Staatsrath, und rächten mehr als Einmal dasAndenken Heinrichs an denen, die seiner spotteten,durch dieselben Mittel, die sie erwählt hatten, sichselbst zu rächen.
Was die Europäischen Fürsten betrifft, so erman-gelte keiner derselben, sich durch seine Gesandten seinerPflicht gegen diesen großen König zu entledigen. Eswar aber nicht schwer diejenigen unter ihnen zu unter-scheiden, deren Herz aufrichtiger an der Gratulationzur Thronbesteigung des neuen Königs, als an ihrerKondolenz über den Verlust dessen, dem er nachfolgte,Antheil nahm. Es fanden sich Franzosen, die diesesNamens so unwürdig waren, daß sie zu den Gesand-ten des Königs von Spanien und des Erzherzogsdiese Worte sagten: „Ihre Thränen dürfen Ihre
„Tücher nicht sehr naß machen; es ist eine Schickung„des Himmels, welche den König und die katholische„Religion vom Untergang gerettet hat." Ich sagenichts von der Aufnahme, welche alle diese Abgesand-ten fanden.
Ich war zu sehr für jedes Freudengefühl verstimmt,um an derKrönungsceremonie des Königs (4) Antheilnehmen zu können. Dies machte, daß ich, währendalle Welt nach Rheims eilte, nach Montrond gieng,nachdem ich von der Königin die Erlaubniß erhalten
hatte,