------------- 29 ?
„Ich sehe mshl, Monsieur, — versetzte ich, ohnemeinen Verdruß über dies Benehmen zu verbergen —„Sie haben mir diese Collativn von lange her schon„bereitet, und suchen sich sehr geschickt durch den Herrn„Coynetablc zu verstärken. Ich schätze und ehre seinen„Stand, sein Verdienst, sein Alter.und seine Gewo-genheit gegen mich, und bin sicher, daß ich mich je«„derzeit gut mit ihm vertragen werde. Allein was„Sie und alle andern betrifft, so erkläre ich Ihnen,„daß ich Ihnen keinen Gehorsam schuldig bin. WaS„meine Stelle betrifft, darüber habe ich einzig den„König von meinem Thun und Lassen Rechenschaft zu„geben."
„Sie werden doch wenigstens zugebcn, Monsieur,daß, da Ihre Briefe an uns-gerichtet sind, dies docheinigen Begriff von Ansehen über dieselbe mit sichführt."
„Monsieur, Sie haben schlecht gelesen oder schlecht„verstanden, denn sonst wäre ich in Ansehung meiner„Stelle den Maires, Echevins und den Thorhaupt-„leuten in den Städten ebenfalls verantwortlich, indem„ich gleiche Adresse an sie wie an die Marschälle von„Frankreich und Befehlshaber habe. Wissen Sie„aber, warum diese Clauseln darinn stehen? damit„alle diese Personen mir in dem, was ich von ihnen„verlange, an die Hand gehen sollen; und dies würde„eher den Begriff von Superivrität als Inferiorität„mit sich bringen."
Die Königin, welche sah, daß unsre Reden hitzigwurden, und einen wirklichen Streit veranlassen wür-den, verbot uns beyden weiter zu reden, und manbrachte eine andre Frage auf. Bouillon hatte seinekleine Schmeichelcy gegen den Herrn Cvnnetable um-sonst