Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
299
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Ich sehe mshl, Monsieur, versetzte ich, ohnemeinen Verdruß über dies Benehmen zu verbergenSie haben mir diese Collativn von lange her schonbereitet, und suchen sich sehr geschickt durch den HerrnCoynetablc zu verstärken. Ich schätze und ehre seinenStand, sein Verdienst, sein Alter.und seine Gewo-genheit gegen mich, und bin sicher, daß ich mich je«derzeit gut mit ihm vertragen werde. Allein wasSie und alle andern betrifft, so erkläre ich Ihnen,daß ich Ihnen keinen Gehorsam schuldig bin. WaSmeine Stelle betrifft, darüber habe ich einzig denKönig von meinem Thun und Lassen Rechenschaft zugeben."

Sie werden doch wenigstens zugebcn, Monsieur,daß, da Ihre Briefe an uns-gerichtet sind, dies docheinigen Begriff von Ansehen über dieselbe mit sichführt."

Monsieur, Sie haben schlecht gelesen oder schlechtverstanden, denn sonst wäre ich in Ansehung meinerStelle den Maires, Echevins und den Thorhaupt-leuten in den Städten ebenfalls verantwortlich, indemich gleiche Adresse an sie wie an die Marschälle vonFrankreich und Befehlshaber habe. Wissen Sieaber, warum diese Clauseln darinn stehen? damitalle diese Personen mir in dem, was ich von ihnenverlange, an die Hand gehen sollen; und dies würdeeher den Begriff von Superivrität als Inferioritätmit sich bringen."

Die Königin, welche sah, daß unsre Reden hitzigwurden, und einen wirklichen Streit veranlassen wür-den, verbot uns beyden weiter zu reden, und manbrachte eine andre Frage auf. Bouillon hatte seinekleine Schmeichelcy gegen den Herrn Cvnnetable um-sonst