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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
296
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Rechtfertigung mit diesem Papier, so wie es ist. Dennzuverläßig werde ich nichts von dem meinigen hinzu«setzen. Dabey blieb es nicht. So hartnäckig ich aufmeiner Weigerung bestand, so hartnäckig wiederholteman die Versuche, meine Unterzeichnung zu erhalten.Zween ganzer Tage lang hörte ich von nichts als da-von reden. Endlich ließ man mich in Ruhe, und eSwurde weiter nicht mehr von der Anweisung auf Scha»tullgelder gesprochen, welche zerrissen unter meinenPapieren liegen blieb. Allein weder die Regentinnoch Cvncini verlohrcn daS Andenken daran. Concinifand, daß dies ein zu schlimmes Beyspiel für diejeni-ge seyn möchte, die er Lust hatte, allen seinen Wil-lensmeinungen zu unterwerfen. Was die Königin be-trist, so war ihre Empfindlichkeit darüber so stark, daßsie mir solche nicht verbergen konn-e, unerachtet derVerstellung, die sie anzunehmen strebte. Wenn siebis dahin noch von Zeit zu Zeit geruhet hatte, überdas was ihr der König ihr Gemahl so oft gesagt hat-te: wie unentbehrlich ich ihr für die Staatsgeschasteseyn müßte, ein bisgen nachzudenken, so ward mitdiesem Augenblick alle Erinnerung daran gänzlichverwischt. Diese machte einem sehr bestimmten Ent-schluß Plaz, meine Stelle einem Mann zu geben, dersich bester behandeln ließe.

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Der Canzler gab mir hinlänglich das Beyspiel da-zu. Allein weit von der Versuchung entfernt, es zubefolgen, konnte ich mich nicht enthalten ihm einesTags eine wirkliche unverzeihliche Pflichtwidrigkcitvorzuwerfen. Die Gelegenheit dazu war ein Exem-tionsbrief über die Registraturgebühren beym Parla-ment und Chatelet von Paris, welcher im vollen Rathzum Vorschein kam, als wenn er durch den hochseii-gen König ausgestellt und gesiegelt worden wäre, ob-