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ganzes Fürstenthum selbst für ihn werth wurde.Darm ließ ihm auch Concini auf den Kauf eine Be-zahlung von zweymahl hunderttausend LivreS anweisen,unter dem Vorwand, daß man ihm die Summe beyder Verhandlung über die Uebergabe seines Platzesversprochen habe. Ich hatte gut verstellen, daß demHerzog von Bouillon alles genau bezahlt wordenfey, was man ihm versprochen habe, und daß mandeswegen nur auf die Rechnung sehen dürfe, die eSbelege. Man hörte mich nicht an, und die Kosten,welche Heinrich aufgewendet hatte, um sich in Besitzvon Sedan zu setzen, halfen weiter zu nichts, alsdiesen Platz zweymahl zu bezahlen, ohne etwas davonzu haben. Ich zweifle nicht, daß man dies lächerlichfinden wird. Ich für mich finde es schimpflich für denStaats-Rath.
Concini kam jedoch hierinn nicht so leicht zumZweck, als er es anfangs geglaubt hatte, der HerrGraf von Soiffons, wie ich oben schon ein Wort da-von habe fallen lassen, warf sich hierinn zu Concini'6und seines Schwagers Gegner auf, für welchen erdas Erzbisthum von Tours verlangte. Dieser Prinzgieng aber nicht so zu Werk, daß er ihm alleHofnungbenommen hatte, ihn noch zu gewinnen; und Conci-ni hatte bald die Mittel dazu gefunden. Er schloßihm den Mund, indem er ihm die Befehlshaber-schaft in der Normandie geben ließ, so freygebig, daßman ganz keine Schwierigkeit machte, sie dem zweytenköniglichen Prinzen zu nehmen. Nach dem Tode desHerrn Herzogs von Montpensier nemlich,wollte Heinrichkeine Eifersucht unter allen denen erregen, welche An-sprüche auf diese Befehlshaberschaft machten, die ichso eben ausgeschlagen hatte, da sie mir mit der Be-dingung, meine Religion zu verändern, angeboren
wor-