sem Heldenstreich der Krieg so wie man ihn zu führen,sichvorgcnommen hatte, geendigt war. Allein der neueStaatsrath der Königin, welcher aus den schon ge-nannten Personen bestund, glaubte ein Meisterstück vonPolitik zu machen, indem er mehr zugestand, alsman so lange Zeit fruchtlos gefordert hatte. Er wüstewohl, in welchem Zustand sich der belagerte Platz be-fand , und wollte sich die Ehre der Einnahme dersel-ben zueigncn, welche nach der Ankunft unsrer Trup-pen bald erfolgen mußte. Man glaubte dabey, demKönig von Spanien keinen bessern Sporn geben zukönnen, um ihn dahin zu bringen, daß ec diese Ver-bindung mit uns wünschen und suchen möchte, umwelcher, wie man fand, er sich nicht eifrig genug bewarb,und welche man, ganz auf eigne Kosten einzugehensich doch noch schämte. Man beschloß daher unverweiltachttausend Mann zu Fuß, zwölfhundert Pferde, undacht Kanonen gegen Jülich anrückcn zu lassen, unddiese Armee dem Marschall de la Chatre als Befehls-haber zu übergeben»
Als dieser Entschluß öffentlich bekannt, und derForm wegen im allgemeinen Staatsrath angebrachtwurde, konnte ich nicht umhin, meine Meinungdarüber zu sagen. Ich fragte: zu welchem Ende die-ser Zug und dieser Aufwand gegen Feinde seyn sollte,die sich nicht wehrten, und für Freunde, die dessennicht benöthigt seyen? Ich erklärte meine Gedankenüber dieses Hinterherkommen, das mir nicht sehrrühmlich für uns schien. Ich stellte die fange undSchwierigkeiten des Marsches vor, den man unsreTruppen machen lassen wollte. In der That mußteman auch, wenn unsre Armee nichts von den Feindenzu befürchten haben sollten, die ihr unterwegs aufstos-sen konnten, einen weiten Umweg nehmen, und durch