lich einer zu großen Einfalt hatte beschuldigen können,wenn ich nnck' auch dadurch hatte betrügen lassen. Niewaren Concim und dessen Frau besser bey ihr ange-schrieben, als damals; sie sieng an, nichts mehr zu se-hen noch zu thun ausser durch sie; und doch affektirtesie über ihr Verfahren eben so viele Unzufriedenheit,als sie mich bereden wollte, mit meinem Benehmenzufrieden zu seyn. Die Ursache war, daß ich sie ineine Verlegenheit setzte, die ihr zu stark war, zu einerZeit, wo die Salbung des Königs ihr ohnehin schonzu schaffen genug machte, und daß sie den ganzen Restdes IahrS dazu nehmen wollte, sich auf die Verän-derung vvrzubereiten, welche die Niederlegung meinerStelle in dem Gang der Geschäfte bewirken mußte.Ich beguemte mich nach ihrem Willen, ohne mich vondem mcinigen zu entfernen; das heißt, indem ich mei-ne crstcre Verrichtungen fvrtsetzte, beschloß ich so gutauf der Lauer zu bleiben, daß ich meine Feinde stetsin hinlänglicher Entfernung von mir halten könnte,um sie um das Vergnügen zu bringen, an mich kom-men und mich selbst plündern zu können.
Man faßte endlich einen Entschluß über die Cle-vesche Sache. Es war nicht länger dabey zu zaudern,wenn man auch nur noch ein wenig den Schein be-haupten wollte, sich dafür zu intcressiren» Die Armeeder verbündeten Fürsten war, vereinigt mit der dervereinigten Provinzen vor Jülich geruckt, um eö zu be-lagern, und der Prinz von .Oranten, der das Kom-mando darüber führte, hatte so gute Maasregeln ge-nommen, daß der Platz ihm nicht entgehen konnte»Unser Beystand war sogar ganz unnütz für ihn, weildas Haus Oestreich keinen Schritt gethan, noch ir-gend Truppen auf die Beine gebracht hatte, um sieseinen Feinden entgegen zu stellen, und weil nach die-sem