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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
282
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er doch die Rathschlage, die sie ihm gaben, nicht ein-mal oberflächlich prüfen, ohne sogleich zu entdecken,daß Geiz und Eifersucht sie eingegcben hätten. Welchein Unterschied zwischen solchen Gesinnungen und de-nen die ich ihm einzuflöscn suchtet Er fühlte dies, er/var davon überzeugt, und doch ließ er sich, wie alleandere von dem Strom des bösen Veyspicls hinreiffen.DerHerzog von Bouillon trug mehr als sonst irgend je-mand dazu bey, ihn auf die Seite des Irrthums zuziehen 27). Ich denke mir selbst und vergrößere viel-leicht ln meinen eignen Augen alles, was zur Recht-fertigung dieses Prinzen dienen kann, indem ich auf-richtig gestehe, daß es nicht schwer war, den Beweg-gründen, durch die man meine Grundsätze zu untergra-ben suchte, den gefälligsten Anstrich zu geben, und daßes eben nicht befremden darf, wenn ein junger uner-fahrner Prinz weder genug Beurtheilungskraft besas,um Schein vom Wesen zu unterscheiden, noch Stärkegenug, um das was nur nützlich ist, dem vorzuziehenwas gefällt und schmeichelt. Folgendes waren denndie Gründe, welche aus seinem Geist diejenigen ver-wischten , deren ich mich bedient hatte.

Man sagte ihm: alle meine Vernünfteleyen liefenauf nichts hinaus, als ihn in ein ungereimtes undeingebildetes System zu verwickeln. Diese schönenSentiments paßten weder für unsre Zeiten noch auf uns-re Sitten; Rechtschaffenheit und Tugend allein erreich-ten nie irgend einen Zweck; die Hirngespinste mit de-nen ich ihn abfpeißte, würden bey niemand Eingangsinken; indem er sich so zum Eckstein aller Welt ma-che, werde er nichts dafür erndten, als allgemeinenHaß, und die unnütze Reue, die glücklichste aller Kon-junkturen nicht besser benutzt zu haben. Das einzige,was er bey dieser Gelegenheit, w» die königlichen Schatze