doch die Beute einer allgemeinen Plünderung werdenmüßten, vernünftig thun könne, sey dieß: als die ersteStaatsperson nach Ihren Majestäten 28 ) den besten, und fettsten Theil davon an sich zu reisten. Er müß-te sehr wenig aus der Noch, worinn er gesteckt hatte,gelernt haben, wenn sie ihn nicht wenigstens belehrthätte, daß man die Gelegenheit, sich ihrer zu entle-digen, mit beyden Händen ergreifen müsse, wenn die-se sich einmal darbicte. Er möchte übrigens wohldarauf Acht geben, daß ich ihn nicht sowohl seinetwegen,als wegen meiner selbst zu einem gewagten Entschlußzu bringen suche, indem mir nur noch dieß einzigeMittel übrig bliebe, meinen in den letzten Zügen lie-genden Credit zu erhalten. Ec möchte sich aber nichtdadurch betrügen lasten. Indem ich sein Interesse mitdem meinigen verbinden wolle, würde ich ihn mit inmeinen SturzAnabziehen; der Haß der Großen undder MinisteeHegcn mich sey so stark, daß der bloßeVerdacht einigen Antheils, den ich an dem allem ha-be, hinreichend sey, um seine Entwürfe und Hoff-nungen zu zernichten. Ich hätte es verschmäht, mei-ne Freundschaft und meine Dienste irgend jemand an-zubieten. Dafür sey denn auch jedermann so gut ein-verstanden mich zu Grund zu richten, daß es keineBedingung gäbe, welche man nicht von denen, dienun über Gnaden und Gunstbezeugungen dispvnirenwürden, annähme, wenn nur mein Sturz damitverbunden wäre.
Hak man bey solchen Gelegenheiten nur erst ein-mal die Rathschläge verdächtig zu machen vermocht, sohat man so viel Mühe nicht mehr, den Rathgele:verhaßt zu machen. Dieß unternahm man, und esgeschähe denn auch. Man machte dem Prinzen be-greiflich, mein Sturz sey eine nothwendige Folge des
Sy-