Feld und stieg ab, um ihn zu umarmen. Er stiegselbst beynahe zu gleicher Zeit mir mir vom Pferd, undkam, mich mit gleich starken Zeichen von 'Achtung undFreude zu umarmen. Er fieng an sich mit mir zu un-terhalten, wahrend wir gueer durch das Feld giengen,wo wir wohl eine Viertelstunde blieben, obschon Eper-non ihm vorstcllte, er hätte alle seine Zeit nöthig, umnicht zu spat anzulangen. Von Zeit zu Zeit sprach erüber verschiedene Dinge mit mir, deren Erzählungmir hier überflüßig scheint. Ich begleitete ihn bis insLouvre, wo ich ihn seine Aufwartung machen und mitder Königin sprechen ließ (s6) und ins Zeughaus zu-rück gieng.
Es konnte wohl seyn, daß der Herr Prinz selbstda, als er so sehr Mißhandlungen von der Königin zubefürchten schien, sich im Herzen eine ganz andere Auf-nahme von ihr versprach, wenn er sich das gute Ver-nehmen insGedächtniß zurückrief, das ehmals zwischenihr und ihm bestanden hatte; und sogar, daß er sichhierauf einen ganz andern Plan baute als der war,von welchem er mit mir sprach. Niemand hatte darangezweiselt, als er aus dem Reich gierig, daß sein Miß-vergnügen und seine Flucht die Wirkung der Winkeund des Zuredens dieser Prinzcßin seyen, und der Kö-nig selbst hatte Nachricht davon. Wie dem auch sey;dem Herrn Prinzen, wenn er diesen Gedanken hatte,wurden bald die Augen geöffnet, und er lernte aus eig-ner Erfahrung einsehen, daß nichts gegen die Eifer-sucht auf die unumschränkte Gewalt auözuhalten vcrrmag. Die Königin schien gegen ihn alles Andenkender Zeit gänzlich aus dem Gedächcniß verloren zu ha-ben, wo sie dem Beweggrund, der sie mit einander zuhandlen bewogen hatte, den Namen deS gemeinschaft-lichen Interesses gegeben harten z und sicher war es