Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
272
Einzelbild herunterladen
 

2^2 " > .»»

beurtheilt hakten, and dieß gab Anlaß zu mehrern an-dern ziemlich langen Reden, die aber zu unwichtigsind, um hier beygebracht zu werden, und bey denender Schluß dahin ausfiel r man müsse noch etwas ausdas Muck ankommen lassen, nichts übereilen, und zu»sehen, was Die Ankunft des Herrn Prinzen bewirkenwürde, dessen Erscheinung man nächstens erwartete,auf welche noch viele andre/ außer mir, große Hoff-nungen bauten»

Die erste Nachricht von der Zuräckkunft diesesPrinzen in das Königreich erhielt ich einige Tage nachdieser Unterredung durch Pallot. Er sagte mir zagleicher Zeit: da der Herr Prinz nicht sehr mit Geldversehen sey, so könnte man wohl ihm auf eine guteArt den Hof machen, wenn ich ihm, ohne erst zu war-ten, bis er es verlangte, wenigstens ein halbes Jahrvor seiner Pension auszahltc» Glücklicherweise konnteich es thun, ohne den Borwurf zu befürchten, daß icheigenmächtig und ohne Befehl über die KöniglichenGelder geschaltet Härte, indem diese Summe bereits inRechnung gebracht, wiewohl dem Herrn Prinzen nochnicht ausgezahlt worden war» Der hochselige König,welcher nicht wollte, daß er glauben möchte, Er habenoch so viel Gewogenheit für ihn, um ihn damit zu be-gnadigen, hatte erwartet, daß sich eine schickliche Gele-genheit finden würde, da ich sie ihm, wie für mich selbst,schicken könnte. Jett hatte sogar bereits die Hälfte da-von zwo Personen übergeben, denen der Herr Prinzazifgcttagcn Hatte, sie von mir zu verlangen, und er-innerte mich, daß diese mir erst vor acht Tagen gesagthatten, sic hätten sie noch in Händen» Ich ließ alsoalles Pallvt geben, der cs dem Herrn Prinzen brachte,und ihm dabey diesen Beweis meiner Ergebenheit ge-gen seine Person so gut zu rühmen wußte, daß dieser