man für ihn thun könne, da man nun doch einmal an-dere Absichten angenommen habe, fty dieß: daß manihn davon benachrichtigte und zu gleicher Zeit diesenSchritt vor dem König von Spanien sorgfältig geheimhielte, oder diesen auch das Gegentheil glauben mach-te, bis wir durch wirksame Mittel einer allgemeinenAussöhnung diejenige wenigstens aus der Gefahr ge-rettet hatten, die sich bkos wegen uns darinn befan-den. — Warum gab inan so billigen Gründen nichtnach, oder befolgte wenigstens das Temperament, dasmeine letzten Worte angegeben hatten? Man that in-dcß weder daß eine noch das andere. Man sagte:Dicß heiße, sich in ailzugroße Weitläuftigkeiten vonUnterhandlungen einlasten. Ich replicirte darauf mitder ganzen Zuversicht, welche eine so gute Sache ein-flößt. ES war aber bereits eine ausgemachte Sache,daß man den Herrn Herzog von Savoyen aufopfcrnwollte, und alles, was ich hörte, überzeug-te mich, daß es so gar schon lange her ausgemacht ge-wesen scy. Eben so gewisse Anzeigen zum Nachtheilunserer andern BundSvcrwandten schloß ich aus allenMinen und Zeichen von Verständlich, welche ich zwi-schen der Königin, dem Canzler und Vilkeroy bemerk-te. Bald aber gaben sich die Vertrauten und neuenRäche der Königin nicht einmal mehr die lästige Mü-he, ihre Gesinnungen zu verbergen. Die so gelinde,so weise, so glorreiche Regierung des hochseligen Kö-rügs ward bcynahe ganz laut getadelt, selbst verachtetund lächerlich gemacht. Zu gleicher, Zeit, daß manfeine Entwürfe als Hirngespinste behandelte, stellteman ihn von andern Seiten als einen schwachen, schlech-ten und großer Entschlüsse unfähigen Prinzen vor»Es schien nicht genug, die Ermordung diesesgroßen Königs ungestraft zu lassen, wenn man nichtnoch alle Art Beschimpfungen für sein Gedüchtmß
hin-