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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
263
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ftm Staat angesponnen werden, größtentheils von denGroßen des Reichs, von denen Sie selbst mir gesagthaben, daß sie eine unersättliche Ehrsucht und Hab-sucht besäßen. Darauf nun bitte ich Sie, wohl zudenken, damit wir im.nächsten Staatsrath davon re-den können.

Heute, da von dem Herrn Herzog von Savoyendie Rede ist, haben wir, diese Herrn und ich, bereitsvor Ihrer Ankunft davon, gesprochen und gefunden,daß es das beste wäre:- Frankreich und Spanien wie-der mit einander auszusöhnen,, und daß man deswe-gen einen Prinzen nach Madrit wegen des Ablebensmeines Herrn des Königs schicken und ihn von einemgeschickten und geheimen Mann begleiten lassen muffe,der diese Aussöhnung einleiten und zugleich die Ver-bindung beyder Kronen durch eine Doppelheyrath Vor-schlägen möchte, welche die Spanier, wie ich weiß,noch eben so sehr wünschen als vorlängst. Während mandiese Sache verhandeln wird, bey welcher ich weder großsSchwierigkeiten, noch lange Verzögerung vorauösehe,muß man den Herrn Herzog von Savoyen in seinen- ersten Erwartungen Hinhalten, bis zu der Zeit, daman ihm alles ohne Gefahr erklären kann.

Dieser Entschluß verursachte mir einen Verdruß,den ich durch mein Stillschweigen und durch Achselzu-cken bezeugte. Die Königin wurde es gewahr unddrang in mich, meine Mcynung zu sagen. Ich that es,indem ich zeigte: daß man nicht ohne den Äorwurf derTreulosigkeit auszusetzen, einen Fürsten verlassen könne,der alle seine Verbindungen mit Spanien abgebrochen,lind sich selbst öffentlich wider diese Krone erklärt habe22), und dies blos auf die Versprechungen und das Zu-reden des hochseligen Königs. Das wenigste, wasR 4 man