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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
235
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Mil Schwachheiten mit der menschlichen Natur vcr-bunden sind, sondern nur, daß man sich nicht davonbeherrschen, noch sie über unsre Entschließungen gebie-ten lassen solle. Und dessen habe ich mich beflissen, daich cs nicht besser vermochte (9)! Sie wissen ausmanchen Vorfällen mit meinen Mätressen, ( was dochjedermann als diejenige unter allen meinen Leidenschaf-ten betrachtet, welche die meiste Herrschaft über michhabe,) ob ich nicht oft Ihre Partey gegen sie genom-men habe, daß ich ihnen sogar sagte, wenn sie die stör-rische machen wollten, ich wollte lieber zebn Geliebtewie sie, verlieren, als einen Diener von Ihrer Art!Und dieß werden Sie mich noch immer thun sehen'ich gebe Ihnen mein Wort darauf, wenn die Gele-genheiten sich finden werden, die ruhmvollen Entwürfeins Werk zu setzen, die ich, wie Sie wissen, schon lan-ge im Kopf habe. Ich werde Ihnen dann wohl zei-gen, daß ich Mätressen, Hunde, Vogel, Spiel, Bau-wesen und Festins weit eher als die Erkampfung vonRuhm und Ehre aufzugeben 'im Stand bin. Ichsuche, nach meiner Pflicht gegen Gott, meine Frau,meine Kinder, meine getreue Diener und mein Volkdas ich wie meine Kinder liebe (io), meinen höchstenStolz darinn, für einen Fürsten von Wort und Treuegehalten zu werden u. s. w."

Allein cs ist Zc;t, den Faden der unangenehmenErzählung von dem, was sich nach dem Tod diesesguten Fürsten zutrug, wieder aufzunehmen, so traurigdieß Geschafft auch für mich ist. Diese Denkwürdig-keiten dürfen erst da geschlossen werden, wo ich auf-hörte, an den Regicrungsgcschäfften Atttbeil zunehmen. - ?

Tiefgebeugt, wie ich durch die Nachricht von demTod des Königs, meines theuren Heren, war, siel

mir