zu sprechen. Gewisse Leute, die hier eben nicht zu nen-nen sind, bedienten sich dieser Freyheit so ungescheut,daß sie sich unterstunden, ihm, indem sie ihn ihrenFreund nannten, zu sagen: er solle sich doch ja wohlhüten, „rechtschaffene Leute, unschuldige und gute Ka-tholiken anzuklagen." — Ihre eignen Worte! —Denn dicß würde eine unerläßliche und ewiger Verdam-mung würdige Sünde scyn. Einige durch das, wassie hier sahen, wirklich geärgerte Personen ficngcn an,so laut über eine solche Nachlässigkeit zu reden, daßman sich verbunden glaubte, in der Folge den Mördersorgfältiger zu bewahren.
Genug! Dicß war das traurige Ende eines Herrn,an welchen die Natur alle ihre Gunstbezcugungen ver-schwenden zu wollen schien, ausser dem Glück einessolchen Todes, wie er ihn hätte haben sollen. Ichhabe schon angemerkt, daß sein Körper, sein Wuchsund alle seine Glieder so vcrhältnißmäßig gebildet wa-ren, wie sie bcy einem Man» scyn neusten, der nichtnur wohigcwachsen, sondern auch stark, gewandt, frischund gesund z) heissen soll, daß er eine belebte Ge-sichtsfarbe und lauter lebhafte uud angenehme Ge-sichtszüge hatte. 4)Dieß gab ihm eine sanfte und glück-liche Gesichtsbildung, verbunden mit so vertraulichenund einnehmenden Manieren, daß die Majestät, die !er bisweilen darein legte, doch nw alle Freundlichkeit iund Heiterkeit daraus verdrängen konnte. 5) Eben Iso wenig werde ich etwas neues über den Stempel sei-nes Herzens und den Charakter seines Geistes bcybrin-gen, wenn ich sage, daß er empfindungsvvll und mit-leidig, gerade, wahr, großmüthig, 6) einsichtsvoll,scharfsichtig, kurz mit allen Eigenschaften begabt war,welche man zu bewundern so oft in diesen Denkwürdig-keiten Gelegenheit gehabt hat.
Er !