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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
223
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fast für einen vom Haus hätte ansehen können, wareinmal Mittags bey mir zur Tafel, als ein Page miteinem B-llet kam, das er ihm sehr geheimnisvoll un-ter dem Arm zusteckte. Ich scherzte darüber mit ihm,als über einen Beweis einer galanten Intrigue. Ecantwortete mir: ohne es noch gelesen zu haben, glaubeer mich versichern zu können, daß es nicht das scy,was ich dächte. Er verspräche mir aber, mir nichtsdavon geheim zu halten, was cs auch für ein Geheim-niß enthalten möchte. Es enthielt nur ein paar Wor-te. Nachdem er es nach Tisch in einem Fenster gelesenhatte, stellte er es mir zu und sagte: es sey von Ma-demoiselle de Gournai. Ein Name, der mir sogleichallen Verdacht einer Galanterie benehmen müßte,wenn ich sie kennte. Aie ersuchte ihn, sogleich wegeneiner Sache von großer Wichtigkeit ihn sprechen zukönnen. Er versprach mir, unverzüglich wieder zukommen, und mir zu sagen, was es beträfe; wirklichwar er auch nach einer halben Stunde schon wieder da»

Mademoiselle de Gournai hatte von einer Frau,die der Frau von Verneuil angehört hatte (i6), er-fahren, daß gegenwärtig eine Verschwörung gegen diePerson des Königs bestünde. Auf ihre Frage nachden Namen der darinn begriffenen Personen hatte sieihr die Marquisin von Verneuil selbst, Herrn N. undeinige andre Personen genannt. Dieß bestimmte dieDemoiselle diese Nachricht vor den König zu bringen,indem sie es der Königin durch ihre Kammerfrau, Ca-tharine, sagen ließ. Da sie aber die Sache besser über-legte, befürchtete sie: dieß möchte noch nicht genugseyn, und warf die Augen auf Herrn von Schömbergals einen Mann, der Sr Majestät unmittelbar da-von sagen könnte.

Nach-