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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
219
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war, ohne daß darum der Erzherzog auch wirklich soruhig war, als er zu scyn sich die Mine gab. Erhätte sonst ganz andre Gesinnungen hegen muffen alsalle die, welche sich nur einigermaßen für Spanienund das Haus Oestreich iutereffirten. Ihre Bestür-zung war unbeschreiblich. Während die Partey ihrerGegner, die im Ausland nur die Französische Factionhießen, mit einer triumphirenden Mine auftrat, dieihr allen den glücklichen Erfolg zu versprechen schien,den sie sich von allen Seiten wünschen hörte, verhieltsich die Oestceichische Partey ganz still, unthätig undzitternd; ein Gegenstand des öffentlichen Haffes, mit derAussicht bald als ein Opfer desselben ^ fallen, kein Mit-tel sich dem Blitz zu entziehen, der nun bald auf sieherabzucken sollte! Aber ach! cs ist sehr übel ange-bracht, daß ich ihrer spotte; nur zu viele Hülfsmittelstunden ihr leider noch zu Gebot (l z). Es waren we-der Waffen noch eine edle Verzweiflung, die sie demFürsten entgegen zu setzen Lust hatte, welchen Europazu seinem Rächer ernannt, zu seinem rechten Arm er-sehen hatte. Das Haupt, das den ganzen Körper inBewegung setzte, abzuschlagen, bedurfte es nur EinesVerbrechens. Und nie hatten Vcrratherey, Giftmische-rey und Meuchelmord einen wichtigern Triumph dasvon getragen; einen schändlichen, einen so abscheulichenTriumph, daß es an Ausdrücken gebricht, seine ganzeScheußlichkeit darzustellen. Mit Schaudern fahreich fort, dem Publikum die besondern Umstande mit-zutheilen, die mir von diesem traurigen Vorfall be-kannt sind, dessen Andenken noch jetzt meinem HerzenBlutthranen kostet.

Was sollen wir für ein Urtheil von den schwarzenAhnungen fallen, welche dieser unglückliche König nurzu gewiß von seinem grausamen Geschick hatte? Sie. sind