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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
209
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ander sprachen, und zeigte ihnen die Schaumünzen.Ihm zu gefallen steigerten nun diese Herrn noch aufdas lob, vas Er mir beylegte, und sagten: ich verdie-ne dieß um so mehr, da es eine Seltenheit um Män-ner sey, welche mit der Neigung für Kabinetöarbeirenzugleich die für die schöne Wissenschaften verbänden.

Ich war bey dieser Rede gegenwärtig, so wie nochviele andre Personen, welche dem König gefolgt wa-ren. Heinrich entfernte sie alle, außer dem Herrn vonVendome, um mit den erstgenannten zu reden. LaVarennc und Beringhcn blieben ebenfalls, hielten sichaber entfernt bey der Thüre. Nicht ohne großen Ver-druß mußte ich dann mir anhören, wie er vor Leuten,die ich nicht alle für gleich gutgesinnt hielt, anfiengvon seinen großen Entwürfen zu reden, und dann her-ausfuhr: dießmal gedenke er Spanien so tief zu ernie-drigen, daß es von nun an aufhören werde, ein furcht-barer Gegenstand für Frankreich zu scyn, dieses moch-te auch, welche Veränderung cs sey, in dem königlichenHaus oder in der Regierungsform erleben. Ueberalle Beschreibung viel stand ich aber auS, da ich ihn,nach diesen schon an sich so unvorsichtigen Reden,noch bereit sah, sogar noch den ganzen Rest seines Ge-heimnisses anszuplaudern, und ganz wesentliche Parti»kularitäten davon zu entdecken. Er dachte nicht da-ran, wie oft er mir selbst im vorigen Jahr gesagt hak-te: Er sey von Leuten umzingelt, die ihm unaufhör-lich Schlingen legten, um die geheimste Winkel sei-ner Seele zu durchs-ähcn, und deren Neugier nuraus einem sehr bösen Grund herrühren könne.

Ich nahm mir die Freyheit ihn unvermerkt an sei-nem Mantel zu zupfen, was er so gut verstand, daßer plötzlich inne hielt, als wenn ihn die Schwäche sei-. A. Denwürdigk. VI. L>. O nes