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nannte Ihm den Abt de la Rochefaucault, der nachRom gieng um von der Cardinalswürde Besitz zunehmen. Der König wollte ihn aber eben dcßwe-gcnnicht. Erdachte: dieserAbba, vondemmanwohlwüßte, daß er noch nicht Kardinal sey und von demma» wohl sehe, daß er nicht ausdrücklich zu diesemEesandschaftsposien aus Frankreich abgegangen sey,möchte nicht so gut ausgenommen werden als ein alterKardinal, wenn er ihn von Rom abgchen ließe. Er warfdaher seine Augen auf den Kardinal Delphin, dem EczweytausendThaler Reisekosten ausbezahlen ließ. Denndiese Eminenz war nicht vermöglich. Concini hatte die-se Ehre gesucht, und durch Vorsprache der Köni-gin erhalten, ehe man noch diese Uebcrlegungen ange-stellt harte. Sicher hätte er diese Reise nicht so wohl-feil gemacht. Heinrich freute sich daher auch doppelt,daß sie rückgängig wurde, erstlich wegen seines Haffesgegen diesen Menschen und dann aus Sparsamkeit.
Uebrigens hatte vielleicht die Verwandschaft nichtmehr Antheil an allen diesen Gefälligkeiten des Königsgegen den Herzog von Florenz, als die Politik unddos Interesse seiner großen Entwürfe, die ihm nichtzuließen, den winzigsten Fürsten zu mißhandeln oderauch nur zu vernachlässigen. Die Anweisung der hun-derttausend Livres für den Ritter Guidi wurde wiedergültig gemacht. Heinrich begnügte sich von diesemItaliener zu fordern, daß in den Quittungen, die ervon dem Großherzog erhalten würde, die beträchtlicheSummen abgezogen werden sollten, welche Sr. Ma-jestät für Don Johann von Medieis vorgestreckt hatte.Hiebst diesem Geld brachte Guidi nach Florenz einegoldnc Kette von fünf bis sechshundert Thalern anWerth, die ich ihm im Namen des Königs geschenkthatte. Heinrich hielt übrigens viel auf diesen Italie-
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