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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
168
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Es wurden bey dieser Gelegenheit verschiedene Hof-stückchen gespielt, wobep die Königin die Zärtlichkeitder Blucsverwandschaftein wenig weit zu treiben jchien.Der König machte ihr ziemlich lebhafte Vorwürfe dar-über , und sie ließ mich wohl fühlen, daß sie niemandals mir die Schuld davon beimesse. Indessen hattediese Sache doch weiter keine üble Folgen, indem derHerzog von Florenz, auf die erste Beschwerde welcheder König darüber bey ihm anbringen ließ, versicherte,daß er ganz keinen Antheil an dem unvo. sichtigen Schrittseines Gesandten habe, und zu allem erbötig sey, wasSe. Majestät von ihm zur Genugshuung für dieseBeleidigung verlange. Ohne zu warten, daß derKönig mehr in ihn dränge, rief er diesen Gesandten ab,und befahl ihm, vor seiner Abreise eine authentischeErklärung wegen seines Fehlers auszustellen, welchezu Rom und in Frankreich öffentlich bekannt gemachtwurde. Heinrich war mit dieser Genugthuung zu-frieden, und um dem Großherzog zu zeigen, daß eralles vergessen habe, ließ er ihn versichern, daß er ge-gen ihn die namltche freundschaftliche und wohlwol-lende Gesinnungen hege, wie gegen den verstorbenenHerzog, gab ihm auch den ersten Beweis davon dadurch,daß er ihn über das Ableben seines Vaters undseinen Regierungsantritt eben so, wie es alle an-dern Europäischen Fürsten thatcn, bckomplimentirenließ.

Spanien hatte es durch den Kardinal Zapata ge«than. Heinrich fand daher für gut sich ebenfalls ei-nes Kardinals dabey zu bedienen um nicht einneues Misverhältniß zu veranlassen, das sich nichteben so vvrtheilhaft für uns möchte beylegen lassen»Denn man weiß, welche persönliche Vorrechte dieKardinäle in Italien bey den Fürsten genießen. Ich

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