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ich für den Mann galt, der unter allen Gliedern desStaatsraths am meisten fähig wäre, dem König einenfesten, kühnen Entschluß beyzubringen,so beschlossen sie,daß Giovanini zu mir gehen und sein Möglichstes thunsollte, um mich auf gelindere Gesinnungen zu bringen.
Es war eine Kleinigkeit für mich, ihm auf seinAnhalten zu versprechen, daß ich bey dieser Gelegenheitnichts weder thun noch reden würde, als zu Vollzie-hung der königlichen Befehle. Ich wußte, daß Hein-rich in dergleichen Dingen eben nicht nöthig hatte, zuBehauptung seiner Rechte angetrieben zu werden, undGiovanini war nicht weniger davon überzeugt als ich.Ich bezeugte ihm jedoch, daß eS mich sehr befremde,wie ein so kleiner Fürst, der erst seit kurzem in denRang der Herzoge erhoben worden sey, sich darein ha-be einlassen mögen, den Rang zwischen den Königenvon Frankreich, und Spanien auszumachen. Giova-nini nahm diese Reden auf, wie jeder Gesandte beysolchen Gelegenheiten. Um mir zu beweisen, daß ichseinen Herrn mit mehr Respekt behandeln müßte, ließ-.,er sich in eine weitläuftige Auseinandersetzung von des-sen Qualitäten und Genealogie ein, die er dem HauseOestreich gleichseßke, dessen Lobpreisung er ebenfalls an-siimmte. Ich unterbrach ihn aber, indem ich ihmsagte: alle Welt sey, so gut als er, im Stand denächten Grad der Hoheit des Herzogs von Florenz zuwürdigen, indem man dieselbe in unfern Tagen habebeginnen sehen. Was das Haus Oestreich betreffe,so bedürfe ich davon nicht fremder Belehrung, indemich unter meinen Ahnen eine vor anderthalbhun-dert Jahren verstorbene Tochter aus diesem Hausezähle. Allein man könne dies Haus doch nicht imErnst mit dem Durchlauchtigsten Hause Frankreich inVergleichung setzen.
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