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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
151
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unnütze Last füx sie betrachten, durch trotzige Behand-lung seines Unglücks spotten und sich innerlich nochfreuen würden? Ich ließ die Stimme der Ehre, derTugend , der Geburt und der Pflicht sich gegen einenFehler erheben, um dessen Verzeihung aufs bäldesteanzusuchen, ich ihn ermahnte. Ich verband mit demBitten das Erbieten meiner Dienstleistung, welche ihmmeinen Eyfer und meine Ergebenheit gegen seine Per-son beweisen sollte.

Man wird ohne Mühe zugeben, daß diese Spracheetwas stark in dem Munde eines Manns gewesen wä-re, der, wenn er sich einige Connivenz hatte zuschulden kommen lassen, durch ein einziges Wort da-gegen von einer Person, wie der erste Prinz vom Ge-blüt, hatte niedergeschmcttcrt werden können. Ichgieng noch weiter. Damit man auch nicht einmal sa-gen könnte: ich habe den Jnnhalt des an De Thougeschriebenen Briefs zu berühren vermieden, setzte ichnoch gegen den Prinzen hinzu, daß zu meinem großenVerdruß die Höflichkeiten, Lobsprüche und Danksa-gungen, womit er mich im Zeughaus überhäuft hätte,sehr übel durch die Nothwendigkeit vergolten werdenwürden , worein sein Brief mich versetze, die Wahr-heit auf eine Art bekannt zu machen, welche ex viel-leicht nicht wohl mit dem ihm schuldigen Respect zuvereinigen wissen dürfte. Er müßte mir innerlich alleverdiente Gerechtigkeit wiederfahren lassen, erführe aberjezt, daß der erste Schritt, den ein Mann aus seinerPflicht thue, ihn auch nach einer nothwendigen Folgeallen Gesetzen der Aufrichtigkeit untreu mache. End-lich, was auch seine Absicht dabey scyn möge, daßer so die Schuld auf mich zu schieben suche, hätte ichcs mir jederzeit zum Ruhm und zur Ehre angerech-net, von den Feinden des Königs und des Staats, soK 4 be-