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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
150
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schimpfen, muß eine Veranlassung dazu darinn findenkönnen. Ich habe nicht so viel Geisteskraft, um diesalles so gut in solcher Eile zu thun. - Ich hatte gutreden; ich mußte diese Antwort auf der Stelle schreibenin Gegenwart Sr. Majestät und an einem Ende derTafel, an welcher wir gesessen hatten. Der Königwar sehr zufrieden mit der Art womit ich mich ge»gen den Prinzen erklärt hatte. Folgendes ist das Haupt-sächlichste daraus.

Ich beklagte mich im Eingang gegen den Prin-zen. Da ich in dem Wahn gestanden hätte: er ach-te mich hinlänglich, um bey seinem Besuch keine an-dere Absicht zu haben, als mich um Rath zu fragen;so nöthige er mich gegenwärtig zu dem Verdacht, daßer nur gekommen sey, um mich zu überraschen. Uebri-gens wisse er besser, als irgend Jemand, daß ermir diese Schlinge vergeblich gelegt hätte. Bey die-ser Gelegenheit legte ich, weniger für ihn, als fürdas Publikum, alles wcitläuftig dar, was bey unsererUnterredung im Zeughaus vorgefallen war; wie mandies so eben gesehen hat. Hierauf sagte ich ihm ohne vieleSchonung: Da ich trotz aller seiner Verstellung in seinVorhaben eingcdrungen sey, habe ich dem König so-gleich davon benachrichtigt, der ihm wohl die Ausfüh-rung hätten vereiteln sollen, wenn er mir geglaubthätte oder nicht so gut und nachsichtsvoll gewesen wä-re. Wegen dieses Raths, den ich Sr. Majestätgegen ihn gegeben hatte, entschuldigte ich mich blosdamit, daß das Beste des Staats und sein eigenes,wenn er nur ein wenig darüber Nachdenken wolle, ihngefordert habe. Dies führte mich dann darauf, ihmdie Folgen eines so wenig überlegten Schritts vorAugen zu stellen. Was könne er von den Erzherzo-gen und den Spaniern erwarten, welche ihn als ein

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