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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
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ihnen sonst verursachen müßte, besonders, wenn manihnen dabey noch einigen Argwohn bcybringen könnte,daß dieser Schritt des Prinzen von Conde vielleichtblos ein abgeredter Handel zwischen Sr. Majestätund ihm sey. Was? sagte der König mit Kopfschüt-teln, ich sollte also leiden, daß ein kleiner benachbar-ter Fürst wider meinen Willen den ersten Prinzen vonGeblüt an sich ziehe und sollte ihn nicht meineEmpfindlichkeit darüber fühlen lasten? Ein schönerRath; daraus wird nichts: Ich will: Praslin (26.)soll in einigen Tagen abreisen, um meine Absicht zuerklären. Ich hatte es Ihnen ja gesagt, Sire, er«wiederte ich, daß nichts gescheides heraus kommenwürde, da Sie mir nicht Zeit genug gelassen haben,cs zu überlegen? Es steigt mir ein anderer Gedankeauf, welcher dem, wasSie thun wollen, nichts scha-den wird. Ich kann ihn aber Ihnen erst in zween Ta-gen sagen, und bin versichert, daß Sie bester damitzufrieden seyn werden, als mit meinem ersten Vor-schlag. Der König bewilligte es, und sagte zu mir,indem er mich umarmte: gehen Sie, legen Sie sichnieder und schlafen Sie bis 6. Uhr. Denn ich will lie-ber, daß der Staatsrath und meine gewöhnlichenGeschäfte Morgen ausgcfetzt bleiben, als daß IhreGesundheit darunter leide.

Ich betrog mich nicht in meiner Erwartung, daßdie andere Eröffnung, welche ich Sr. Majestät in An-sehung der Entweichung des Prinzen nach Flandernzu machen hatte, mehr nach Seinem Geschmack seynwürde. Er kam z. Tage darauf in Zeughaus, ummich darnach zu fragen. Wir waren eine Stunde inmein Cabinet verschlossen. Allein ich darf nichtsvon dem entdecken, was darinn unter uns vor-gieng. Der König sagte beym Weggehen ganz laut: