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muß Morgen früh um z Uhr aus den Federn, umBriefe und Rechnungen durchzuschen, welche ich er-halten habe, und darauf Antwort zu ertheilen; ichmuß Verzeichnisse über alles aufsetzen, was ich denTag zu thun habe, was im StaatSrath vorgenommenwerden soll, was ich dem König zu sagen habe undwas meine Commis, meine Sekretärs und alle, welcheunter mir stehen, thun sollen. Urtheilen sie, ob ichZeit zu verlieren habe und ob ich, wenn ich ins Lou-vre gehe, woher ich bey aller Eilfertigkett vor 2 . bisZ> Uhr nicht wieder zu Hause seyn kann, dieß allesvor 8. Uhr früh, da ich mich in Staats - Rath bege-ben muß, verrichten kann. Den ganzen Rest desTags aber ist gar nicht an Cabinetsarbeit zu denken.Er geht ganz auf Audienz für Jedermann, und aufSprechen mit den Rechnungsführern und andern Be-amten, die mit mir zu thun haben. — Das sehe ichalles wohl, sagte Praslin zu mir, und dem Königselbst ist es nicht unbekannt. Er hat ganz laut vorder Gesellschaft gesagt: ich würde Sie in Zorn bringen,wo ich so ausser der Zeit käme, da dieß die einzigenAugenblicke seyen, die ihnen übrig bleiben, Cörperund Geist ruhen zu lassen. Da ist aber nun einmalnicht zu helfen, Herr Feldzcugmeister, sie müssenkommen; denn es ist wegen einer Sache, die Ihn sehrbeunruhigt und von welcher Er überzeugt ist, daßwenn irgend noch zu helfen seyn mag, Sie allein esvermögen. Der bewußte Mann ist, (wie sie eS wohlvoraus gesagt hatten, sagte der König) auf und da-von, und hat was das schlimmste ist, selbst die Damenaufgepackt und mit sich davon geführt. O ho! istsdas, sagte ich, warum man mich verlangt? Warlich,da wird es was zum ärgern geben. Denn ich sehewohl, daß wir nicht alle einerley Meinung seyn wer-den ; ich weiß wohl, daß Mars und Venus in gutemtt.Denkwürdigk. VI.B§nd. K Ver«