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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
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ständnißsind, u»d Sie betrügen, wiewohl sie Ihnendie größte Verbindlichkeiten haben. Allein dies darfNiemand befremden, da Sie selbst sich betrüge» Hel.fen.Sie nennen mir Niemand, sagte der König,ich sehe aber wohl, wen sie meinen". Er begriffwohl, daß ich ihm von den Domestiken der Königinreden wollte. Weder der König noch ich waren di«Einzigen, welche sahen, daß die Cabale hier einengroßen Streich aüSführe. Denn sie verbreitete nichtnur, wie gewiß, tausend erdichtete Dinge auf Rechnungdes Königs und der Prinzessin von Conde. (Dies wä-re nur gewöhnliche Bosheit gewesen). Aber was mannicht wohl charakterisiren kann, ist die abscheulich«Kunst, womit diese 4 eute ihre Bctrügereyen dazuanzuwenden wußten, UM den König der Königin* durchaus gehaßig zu Machen, und diese Dame dahinzu bringen, daß sie sich in der Bestimmung ihres- Betragens ganz ihnen überließ. Daher alle diese,Complotte, wo man es ohne ihr Vorwissen wagte, sichihres Namens zu bedienen; daher alle die Beweggrün-de von tausend neuen dringenden Bitten, die gedacht«Crönungscercmonie nicht länger aüfzuschieben. Esvergingen nur vier Tage nach dieser Unterredung mitdem König bis zu der Entweichung der Prinzen. AmL9sten August (25) um Eilf Uhr Abends als ich michso eben niedergelegt hatte, sah ich Ptaslin in meinSchlafzimmer kommen, der mir sagtet der Königverlange mich und ich solle sogleich kommen. Wie,Vetter, was will denn der König? antwortete ichihm in der ersten Bewegung, und ohne ihm zur Er-klärung Zeit zu lassen: paräieu; Er will mich doch nochzu Tod quälen; ich kann nicht leben und nicht schlafenvor Ihm. Ich muß, fuhr ich ungcdultig fort, indemich glaubte, diese Reise wäre eine von denen, derenich mich durch gute Gründe überheben könnte- ich