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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
141
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macht, wenn man in dem Gespräch Mit ihm die Kühn»heit hat, ihm nicht recht zu geben, einen Vorwandsuchte, um in der Folge mit einiger Wahrscheinlichkeitvorgeöen zu können, daß ich mich seinem Vorhaben,aus dem Reiche zu entweichen, widerfctzt habe»Dies nöthigt mich von der Unterhaltung Rechenschaftzu geben, die wir miteinander hatten, als er einst Mit-wochs Nachmittags zu mir kam- da erwußte, daß ichnicht ins Conseil ging»

Er kam in mein Kabinek und trug in seinem Ge»sicht alle Spuren der heftigsten Gcmükhsbewegung»Es befremdete mich gar nicht, daß er ohne weitere Vor-rede mit mir von den Ursachen zu reden anfing- wel-che er hatte , sich über das Benehmen des Königs gcrgen ihn zu beschweren» Ich antwortete ihm dadurch-daß ich ihm die gewissermaßen unendliche Verbindlich-keiten vorstellte - welche sein ganzes Haus überhaupt.und er insbesondere gegen Sr. Majestät habe; Ver-bindlichkeiten, welche es verdienten, daß er ihnen nichtNur einen bloßen Verdacht und eine vielleicht aufbloßenEinbildungen gegründete Empfindlichkeit, sondern auchselbst eine ganz gerechte Unzufriedenheit aufopfern sollte»Da dem Prinzen diese Gründe nicht recht eingehen woll-ten, so unterhielt er mich von ich weiß nicht wie vie-len Anschlägen, welche Heinrich gegen ihn gefaßt ha»ben sollte; welches ich nur für Würkung der Unruheund eines zu weit getriebenen Mißtrauens ansah»Ich hoffte sie zu zerstreuen, indem ich ihm auf eineArt, die er unmöglich für nicht aufrichtig halten konnte,vvrstellte, daß der König, weit entfernt von jedem Ge-danken einer Gewaltthatigkeit gegen ihn sich Nur darumerinnere, daß er von gleichem Rang mit Ihm sey,um mit den Gesinnungen seiner natürlichen Güte gegenJedermann noch die der Freundschaft und einer vvezüg»