„unruhigen Geist, habe hohe Begriffe von seinen Mey-„nungen und Handlungen, und sehr geringschätzige„von andern, er wolle fein Vermögen vergrößern,„und trachte nach Gut und Ehrenstellcn. Wiewol„mir nun ein Theil dieser Fehler an ihm wohl bekannt„ist, und ich daher bisweilen genöthigt bin, ihm den„Zaum kurz zu halten, wenn ich übler Laune bin, und„er verdrüßlich und durch seine Einfälle hingerissen„wird; so höre ich darum doch nicht auf, ihn zu lie»„ben, ihm vieles zu gut zu halten, ihn hoch zu scha-den, und mich seiner gut und mit Vortheil zu bedie-nen. Ich erkenne, daß er mir selbst Mit aufrichtiger„Liebe zugethan und ihm an meinem Leben gelegen ist,„daß er mein und meines Reichs Ruhm, Ehre und„Größe leidenschaftlich wünscht. Ich weiß auch, daß. „kein Arges in seinem Herzen wohnt, daß er ein„reger an Auskunftsmitteln fruchtbarer Geist ist, und„mit meinem Gute wohl Haushalt; er ist ein sehr ar-beitsamer und fleißiger Mann, der sich bemüht, von„allem Kenntniß zu erlangen, und sich zu jeder Art„von Kriegs-und Friedensgeschäften geschickt zu ma-„chen. Ec spricht gut und schreibt in einem Stil, der„mir gefällt, weil erden Stempel des Soldaten und„Staatsmanns zugleich trägt. Kurz ich muß Ihnen„gestehen, daß ich bcy allen seinen Wunderlichkeiten„und Uebercilungen niemand finde, der mich so kraf-„tig in allen meinen Vcrdrüßlichkeiten zu trösten ver-möchte, als gerade er." —
Ich will mich hier weder über den Tadel nochüber das Lob in diesen Worten aufhalken. Zugege-ben, — wie man, denke ich, redlicher Weise thunmuß — daß wahrscheinlich bey mir zu beydem Grundvorhanden ist; besteht alles, waS ein rechtschaffenerMann dabey zu thun hat, darinn, daß er bepdes zu