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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
75
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verbergen, der jedermann bekannt sey. Alle dorti-gen Regierungsangelcgenheiten seien in einer unaus-sprechlichen Verwirrung. Nie schrieb er weder anden König noch an mich aus einem andern Ton, under war doch mehr als sonst irgend " jemand im Stand,genaue Kenntniß von der Lage der Sachen zu haben,sowohl hierinn, als in Betreff einer andern Faktion,welche dem Madriter Conseil ausserordentliche Unruheverursachte, wiewohl dabey nur von den armseligenUeberbleibseln eines beynah ganz auSgctilgten Volks,den Mauren, die Rede war.

Um diese Sache ganz zu verstehen, muß hiernachgehvlt werden, was oben nicht wohl eine schicklicheStelle gefunden hätte, ohne die Erzählung zu unter-brechen. Ais Heinrich noch nur König von Navarrawar, hatte Er stets vor Augen, daß Er sich einst ge-gen Spanien dieser einheimischen Feinde bedienen könn-te, welche durch ihre Zahl minder fürchterlich waren,als durch ihre lebhafte Erbitterung gegen ihre Unter-drücker. Als die Mauren ihrerseits durch das öffent-liche Gerücht vernahmen, daß die protestantische Par-tey, die sie sehr mächtig in Frankreich, und Spa-nien entgegen wußten, an ihrer Spitze einen Königvon Navarra habe, d. h. einen Fürsten, der doppeltein Feind dieser Krone seyn mußte, so fiengen sie an,alle diejenigen aufzusuchen, welche ihnen diesen Schutzverschaffen konnten, und unter andern die HerrenSaint - Genies und lW>u, denen sie versprachen, inSpanien einen beynahe allgemeinen Aufstand zu erre>gen, wenn sie Unterstützung wüßten. Sie verlangtennichts als einen General und gute Officiers, denen siepünktlich zu folgen gelobten. Sic erboten sich allesnöthige Geld jelbst herzuschießen, weit entfernt, wel-ches zu verlangen, und in Ansehung des Muths und

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