schwer war, kein Mißtrauen in ihn zu setzen. AlsLambert nun noch vollends hinzu setzte , Seeland wür-de sich eher an England ergeben, als mit Spanienvertragen, und man bitte Se Majestät, sich wenig-stens neutral zu verhalten, wenn Sie Ihren Wirtenauch nicht mehr beystehen wollten, wie zuvor; dennwenn sie auch nur noch drey Städte übrig hatten, ge-trauten sie sich, Spanien noch auf fünfzig Jahre zuschaffen zu machen; so sah Heinrich in dem allem nichtsals eine Prahlerei und Lüge, oder doch wenigstenseine sehr grob angelegte Finesse. Dieser Kunstgriffsprang noch mehr in die Augen als Lambert sich übertausend Dinge ausließ, welche Icannin nicht hättenunbekannt seyn können, und von denen er doch Sr.Majestät gar keine Nachricht ertheilt hätte. NachLambert waren Barneveld und Aersens übel angesehn,und sogar in Gefahr, daß ihnen der Proceff gemachtwerden sollte; man hatte in verschiedncn Städtenher Staaten darüber bcrathschlagt, ob man nicht diePartie ergreifen solle, um französische Herrschaft zu bit-ten. — — Wie harte dicß alles so geheim zugehen kön-nen, daß davon in ganz Flandern nichts hätte ruchbarwerden sollen? Allein selbst die Reden Lamberts wa-ren nicht immer wohl mit dem eignen Brief des Prin-zen von Dramen zu vereinigen.
Ich glaube wohl: wenn der König besser aufeinige von diesen Propositionen, wie z. B. auf jene,die Flammänder unter Seinen Schutz und Sceptec zunehmen, hätte bauen dürfen, so hatte Er keines son-derlichen fremden Antriebs bedurft, um Sein ganzesAugenmerk auf diese Seite zu richten. Bisweilen kon-te Er sich sogar nicht erwehren, es Jeannin sehr übelDank zu wissen, daß er diese Saite nicht starker be-rührt hätte. Er ergriff jedoch endlich den weisesten
Ent-