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unerachtet sie schrieb, die Armee, Städte und sogarganze Provinzen seyen dergleichen Gesinnung mit ih-rem Stiefsohn, und dem Hause Nassau ganz erge-ben — mir dabey doch nicht verhehlen konnte, daßdie Gegenpartey wenigstens eben so stark sey.
Der Prinz Moritz ermangelte bey solchen Gesin-nungen nicht, sich des Beystands unfers Königs zuversichern. Er schickte Lambert den Sohn im Okto-ber, mit einem Brief an Ihn, und mit aller Art vonBeglaubigung für das, was er Ihm mündlich in sei-nem Namen sagen würde. Lambert erhob die Ent-würfe seines Herrn gar sehr, und wollte sogar glau-ben machen: die Sachen seien auf dem Punkt, daßder Marquis Spinola, der Präsident Richardot unddie Spanischen Kommissare am ersten dieses Monatsabgedankt und verabschiedet werden würden. Allesdieß fiel den Räthen Sr. Majestät, welche bey der Er-zählung Lamberts gegenwärtig waren, umso mehr auf,da Berry zuvor einberichtct hatte, das Gepäck dieserSpanischen Abgeordneten und sie selbst würden am 4.Oktober in Brüssel erwartet. Sie wollten nun alleden König bereden, Seine Freunde sowohl als SeineFeinde würden sich noch allzu glücklich schätzen, itzt dieBedingungen anzunehmen, welche ihnen vorzuschrei-ben Ihm belieben würde. Dieß schrieb mir Villeroy,indem er mir die ganze Sache Vorlegte, und dabey eineAbschrift von dem Brief des Prinzen von Oranien nachGcrgeau schickte, wo ich mich damals befand. DerKönig ging nicht so eilig. Die Reden Lamberts schie-nen Ihm von mchrern Seiten verdächtig. Er sahkein Schreiben von dem Honseil der Staaten; derBrief des Prinzen schien ihm voll Zurückhaltung undVerstellung; und Moriz selbst hatte bis itzt so wenigmit seinen Worten übereinstimmend gehandelt, daß esE Z schwer