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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
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Wegen dev rween andern Punkte konnte der Papstallein dispensieren. Diesen dahin zu vermögen, schick-te der König den Herzog von Revers nach Rom (24)um ihm die Qbedienzjzu leisten. Valerio, ein Eilbotevon Rom, erhielt zu Paris alle gute Behandlung, wasihn bis zu Ende des Marz daselbst aufhielt; und beymAbschied brachte ihn eine Geldsumme in die gehörigeStimmung mit unserm Gesandten wirksam zu Durch-setzung der Unterhandlung bey dem Papst zu arbeiten.Die Marquisin vonVerneuil vergaß ihrer Seits eben-falls nichts dabey, und doch konnte man mit dem al-lem nur die Hälfte von dem bey dem Papst erhalten,was man verlangte. Dhne Mühe ertheilte er dieDispensation wegen der Geburt; in Ansehung des Al-ters aber verschanzte er sich hinter die Kirchenregeln unddie Kirchenzucht, welche ganz dawider seyen. Indessenerhielt man doch durch vieles Andrangen die Art vonGenehmigung, welche im Stil dep römischen CurieExpektativa heißt, und daß der junge Prinz von jetztan den Titel eines Bischoffs von Metz führen dürfte.Valerio brachte diese Nachricht gegen Ende des Aprilsnach Fontainebleau und der König trug mir sogleichauf, es der Frau von Verneuil zu melden»

Diese Ungefälligkeit Pauls V. wurde ihm von demKönig heimgegeben, als auf dessen Antrieb die Kar-dinale und Prälaten des Reichs bey Ihm ihr Anhaltenum die Publication des Tridcntinischen Conciliums inFrankreich erneuerten, ohne sich durch die Menge frucht-loser Versuche, die sie schon bey verschiedenen Gelegen-heiten deßwegen bey ihm gemacht hatten, abschreckenzulassen. Heinrich antwortete ihnen: wenn man die An-nahme dieses Conciliums bey Franzi. Heinrichs, undKarl IX nicht habe erhalten können, die doch keine solcheVerbindlichkeiten gegen die Protestanten gehabt nochD z ihnen