ten gesehen. Zu jenem Schnupfen, während dessenHeinrich täglich acht bis zehn Schnupsttücher brauchte,schlug sich ein Fluß in den Ohren und an der Kehlt,der Ihm sehr lästig wurde. Da Er hierauf anfan-gen wollte zu Monceaux zu purgircn, um dann dasWasser von Spaa zu brauchen, bekam Ex einen Durch-fall, der Ihm zwcenTage lang heftige Schmerzen ver-ursachte, und noch langer eine Schwache nach sich ließ.Dieß war die gemeine Krankheit nicht nur in dieserganzen Gegend, — wo der König, wie Er mirschrieb, den guten Mann Villeroy und über hundertEdclleute von Seinem Hof bey sich hatte, welche darran litten, — sondern auch in Paris und rings daherum»
Beynahe alle Kinder Sr. Majestät waren imMay ebenfalls krank. Seine väterliche Zärtlichkeitmachte, daß Er sich in Seinen Briefen an mich aufdieß alles einließ, mit einer Umständlichkeit, wel-che mich meine eigne Stimmung nicht als gleichgültigbetrachten läßt. So schrieb Er mir am 16. Mayvon Fontainebleau r „Ich bin nicht ohne große Unru-he, indem hier alle meine Kinder krank sind. Meine„Tochter Verneuil hat die Masern, die aber wieder„verschwinden, mit ein wenig Fieber. Gestern Abend„fing meine Tochter an etwas Fieber zu bekommen. —„Mein Sohn Orleans hat das alltägige, doch einen„Tag starker als den andern. Es scheint es sey das„doppelt dreytagige. — (Dieser war von allen am stärk-,,sten und längsten krank.) Urtheilen Sie nun, ob„ich bey diesem allem ruhig seyn kann. Ich will Ihnen„alle Tage von der Krankheit meiner Kinder Nachricht„geben." — Glücklicherweise ging alles gut vorbey.Er schrieb mir wieder: „Es werde, wie es Gott ge-„fällt, von dem ich alles als gut ansehe." Er verlangte
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