Der König war zu Fontainebleau ohne Gefolgeund bloß auf einige Iagdpartien als dieser Nachrich-tenträger Ihm vorgestellt wurde. Er schickte ihn da-her nach Paris an Sillcry und Villeroy, denen er überdieß alles so ausführliche Auskunft gab, daß der Kö-nig nicht langer daran zweifeln zu können glaubte, unddarüber von Schrecken ergriffen wurde. Er kam denAugenblick nach Paris zurück, von Melun her, durchdas Thor St. Antoine, und schickte sogleich St. Mi-chel nach mir, um mich, sagte man, wegen Angelegen-heiten von der äußersten Wichtigkeit zu holen. Mei-ne Gemahlin und alle meine Kinder waren in diesemAugenblick mit allen Wagen vom Haus, was mich hin-hielt, bis ich einen bey (Raimond) Pheljpeaux (Herrvon Pontchartrain) hatte holen lasten.
Ich fand den König in dem kleinen Kabinet derKönigin, mit Ihr, dem Kanzler und Villeroy einge-schlossen , wo sie sich mit einer Untersuchung aller dieserMemoiren beschäftigten, welche die warme und schnelleEinbildungskraft dieses Herrn noch mehr erhitzt hat-ten : „Nun, Herr Starrkopf, da haben wirs, — sag-te Er, als ich hereintrat — nun ist der Krieg„vor der Thüre!" — Tllsto besser Sire, — ant-wortete ich — „denn da's kann doch nur den Spaniern„gelten?"— Nein, nein, — unterbrach Er mich,—„gegen viel nähere Leute, unterstützt von allen Ihren„Hugenotten." <— „Bon allen meinen Hugenotten?„Ey, Sire! wer hat Ihnen denn dies in den Kopf„gesetzt? Für mehrere von ihnen kann ich schon ste-chen, daß sie sich so etwas gar nullt rinfallen lassen,„und für die andern bcynahe alle wollte ich stehen, daß„sie es nicht wagen würden." — „Sagt ichs Ihnen„doch, meine Beste, — sagte der König, indem Er„sich gegen die Kömgm wendete, — daß er nichts da-
„von