Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
43
Einzelbild herunterladen
 

Unterhandlung zu betreiben als der Pater Cotton. Ichricth dem König, sich seiner zu bedienen, und man be-fand sich so gut dabey, daß , zur Zeit als der Königanfing zu glauben, man würde aus dieser «Sache nichtanders als auf dem ordentlichen Weg der Gerechtigkeitkommen, und als Er sogar bereits dcßwegcn an denersten Präsidenten geschrieben hatte, dieser Pater aufeinmal die Hoffnung zu einer andern Beendigung wie-der herbeyführte. Die Kunst, die Gewissen zu len-ken, worin er vorzügliche Stärke besaß, ließ ihm gleichzum Anfang einen ersten Punkt gewinnen, der ebennicht der unwesentlichste ist, nemlich diesen, daß mananfing die Schimpfreden wcgzulasien, welche nur dieErbitterung und die Antipathie genährt hatten. DerPater Cotton ermangelte nicht, möglichst oft dem Kö-nig persönlich von seinen Progressen Rechenschaft abzu-lcgen, der ihn von Zeit zu Zeit zum Kanzler und zumir schickte, um unser Gutachten zu vernehmen. Evwußte ihm den Dienst gar sehr Dank, den er Ihm bcydieser Gelegenheit erzeigte».

Mutter und Tochter gaben sich zuerst, doch erst, nach»dem die Herzogin noch so viel üble Laune gegen denKönig,gegen ihre Verwandten, undgegen alle Welt blicken ließ,daß Heinrich dachte, Er würde nie dahin kommen, ih-re Einwilligung zu erhalten, und mich sehr ermahnte,den Augenblick dazu nicht entwischen zu lassen. DieGroßmutter und einige, andre Vertraute der Herzogin-nen , so wie auch der Beichtvater la Porte blieben amlängsten widerspänstig. Endlich gab sich alles, unddie Vermählung wurde vollzogen (22.) Der Königkonnte sich des Gedankens nie ganz entschlagen, denEr gehabt hatte, daß die Grusen und alle LothringischePrinzen wirklich gesucht hätten, Ihn unter dem Scheinder äußersten Bereitwilligkeit zu betrügen. Als daher