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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
17
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melden Verwandten, des Commandeur von Sillery(8)Rambkuillct, Morillac, Duret des Arzts, eines an-dern jüdischen Arztes und vieler andern der ansehnlich-sten am Hof, die alle verschiedentlich bcy diesen Auftrit-ten ihre Haupt- oder Nebenrollen spielten,> daß ichviel sagen könnte, ohne etwas neues beyzirbringm. Eswürde aber dennoch immer nichts seyn, als eine frosti-ge Wiederholung von Stückchen, die im Grund alleim Stil derer sind, von denen ich oben bereits einigeProben gegeben habe.

Der Grund, den ich habe, bey folgendem Fall ei-ne Ausnahme hievon zu machen, liegt ganz darinn,daß mein persönliches Betragen dabey einige Rechtfer-tigung bey dem Publikum nöthig zu haben scheint, dem-er nicht verborgen blieb. In einem der Augenblicke,da Heinrich die Indiskretion der Königin« am lebhaf-testen fühlte, gicng das Gerücht; Er habe sie sehr auf-gebracht verlassen, und scy nach Chantilly gegangen,ohne von ihr Abschied zu nehmen. Dieß war wahr;er kam durchs Zeughaus, und schüttete sein ganzes Herzvor mir aus. Er reiste dann ab, ich gieng ins Louvre,um wo möglich die Königin« zu sprechen, und hattenur einen einzigen von meinen Geheimschreiben beymir, der nicht mit mir in das kleine Kabinet dieserDame gieng, worein sie sich jetzt verschlossen hatte.Die Concini war an der Thüre dieses Kaoinets, mitdem Kopf auf dem Ellenbogen gestützt, wie eine schla-fende, oder wenigstens sehr tief sinnende Person. Ichweckte sie auf. Sie sagte zu Mir, die Königin» ha-be sie nicht in Ihr Kabinet lassen wollen, das jedochfür mich aufgemacht wurde, sobald ich mich genannthatte. 9).

Ich fand die Kvniglnn beschäftigt, einen Brief -ün den König aufzusetzen, den sie mich lesen ließ. SieN. Denkwürdig?. VI. B. B hat-