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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
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all dem Kriegsvorrath, von dessen Gewicht sie zu-erst erdrückt zu werden, sich in ihrem Schrecken einbilde-ten. Vergebens suchte ich sie zu überreden, daß sienichts dergleichen von einem König wie Heinrich zubefürchten hätten. Ihr Vvrurtheil brachte sie immerwieder auf ihren alten Argwohn gegen mich. Dasneueste bestärkte sie nun ganz darinn. Die Liebkosun-gen, welche Heinrich meinem Rosny machte, den Ecsehr oft mein Sohn nannte; den Zutritt, den ich allenGeistlichen gestattete; die Wicderaufbauung von Kir-chen, Hospitälern und Klöstern, worauf ich jährlicheine beträchtliche Summe von den königlichen Geldernverwendete; das Breve Pauls V. wovon mehrere Ab-schriften umhcrliefcn; und was weiß ich? tausendDinge, von denen man itzt Aufhebens machte, schie-nen ihnen unwiderlegliche Beweise meiner Untreue.

Die Vornehmsten dieses Religionstheils, beson-ders die Prediger, schienen um so verlegener darüber,als es nicht bloß auf einen Triumph ankam, den ihreFeinde über sie erhalten würden, sondern sie auch, wiesie sogar laut sagten, überzeugt waren, daß ich, wennich einmal von ihnen übergetreten wäre, nicht bcyeiner bloßen Gleichgültigkeit gegen sie stehen bleiben,sondern ihr hitzigster Verfolger werden würde. Ichhörte, weiß nicht wie lange nichts als Ermahnungen,Vorstellungen und Zureden von ihnen, welche aber ge«gen die Reden des Königs sicher von keiner Kraft ge-wesen waren, hätte ich nicht zum Glück meine Kraftin mir selbst gefunden. Die Gräfinn von Sault,Lesdiguieres und alle Crequy's arbeiteten unterdessenihrer Seits lebhaft daran zu verhindern, daß die be-schlossene Ehe nicht rückgängig und die mit Fräuleinvon Vendome nicht geschloffen werden möchte. Siewollten die Königin bereden: Sie müsse sich für sie

verwen-