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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
11
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daß dieß nur innere Ueberzeugung bey mir zu bewirkenvermöge, nicht Ehrsucht, Geiz, Eitelkeit. Würde iches damit anders halten, so müßte ich ja dadurch nurSr Majestät ein Herz verdächtig machen, das ich nichteinmal meinem Gott getreu erhalten hätte.

Warum erwiedcrte Heinrich mit einer Herz?lichkeit, die mich empfindlich rührtewarum sollteich Ihnen denn alsdann nicht mehr trauen, da Sie,,ja doch weiter nichts thäcen, als was ich selbst auchgethan habe und wozu Sie sogar selbst mir riechen,als ich Ihnen davon sagte? Ich bitte Sie noch ein-mal: verschaffen Sie mir diese Beruhigung, überlegenSie cs wohl; ich gebe Ihnen dazu einen MonatBedenkzeit. Fürchten Sie nicht, daß ich Ihnen nichtalles halten möchte, was ich Ihnen verspreche."Ich habe ganz keinen Zweifel Sire antworteteich gegen die Unverbrüchlichkeit Ihres Worts;ich wünsche nichts so sehr, als Ihnen zu gefallen,und werde das Bestreben darnach nie unterlassen, woes irgend in meiner Macht steht. Ich verspreche Ih-nen, alles sehr ernstlich zu überlegen, was Sie dieGnade hatten mir vorzutragen, und hoffe immcr§Ew. Majestät zu befriedigen, wenn es auch gleichnicht auf die Art geschehen sollte, wie Sie denken."

Als die Protestanten von einer Aufhebung meinerVerbindung mit kesdiguieres und von Vermählung desFräuleins von Vendome mit meinem Sohn hörten,-denn das Gerücht davon hatte sich bald überall verbreittet, glaubten alle: diesmal würde ich nun für sie verlorren seyn. Schon lange her beschuldigten sie mich mit denbittersten Vorwürfen, daß ich an dem Untergang derProtestanten in Frankreich arbeite, indem ich dem.König diese beträchtliche Summen aufschichte, nebst