Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
8
Einzelbild herunterladen
 

sehr der Narr meines Herzens, daß diese Verbindungeiner der Gründe für mich war, die mich abhielten,mich von der angenehmen und lachenden Aussicht lo-cken zu lassen, die sich gegen das Ende des letzten Jahrsauf Einmal meinen Blicken zeigte; dies war einigeMonate nach unsrer Übereinkunft und noch Heller zuAnfang des itzigen. Ehe ich es darlege, schickeich die Bemerkung voraus, daß es abermals ei-ne Wirkung der abgefeimtesten Bosheit meiner Fein-de war, durch die ich mich in einer Lage sah, wo eseinzig von mir abhing, mich auf einem Gipfel vonGlanz und Größe zu sehen, über welchen hinaus keinbloßer Privatmann die Augen erhebt.

Meine Feinde singen an, dem König beyzubrin-gen, und zwar unter dem Schein eines Eifers fürIhnund mich, den Er für sehr aufrichtig hielt: Er habenoch nicht genug für mich gethan, und müsse keinen An-stand nehmen, mir alles, was in Seiner Macht stünde,zu geben, und mich zu dessen Annahme zu bewegen,ohne von mir etwas anders dagegen zu verlangen, alseine einzige Sache, welche denn sreylich wesentlich undunumgänglich erforderlich scheine, die Verlassungder Protestantischen und Annchmung der KatholischenReligion. Ihre Absicht dabey war sicher nicht, mirein großes Glück zu verschossen; im Gegentheil wirdes mir leicht seyn, den Beweis zu führen, daß die Ab-sicht, welche sie dabey im Schild führten, derjenigenschnurstracks entgegen war, welche ihr Antragzu ha-ben schien. Da sie nemlich innerlich ein hinlänglichgutes Zutrauen zu mir hatten, um sich überzeugt zuhalten, daß ich mich weigern würde, meine Erhebungmit meiner Religion zu erkaufen, so erwarteten sie michbeydicserWeigerung, umdem König daraus den Schlußbeyzubringen, daß Er alles von einem Menschen zu

fürch-