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ter schreilet, zeigt sich neben den geistreichsten Einblicken doch,dass er nicht in den Instrumenten lebt und in ihr Leben hineinfüh-ren , sondern sie blos verbrauchen will, wie Farben zu einer schonohne sie fertigen Zeichnung. So schilt er den Gebrauch von viergleichen Hörnern ungeschickt; er will nicht blos Paare von ver-schiedner Stimmung, sondern jedes einzelne Horn soll in einem an-dern Tone stehn, weil dann — viel mehr Harmonien vollständiggegeben werden können. Dass aber diese Harmonien in ihrer Voll-ständigkeit dem Karakter des Horns nicht entsprechen, dass dasHorn (wie die Naturharmonie schon lehrt) seinem Wesen nachZweislimmigkeit und selbst bei drei- und vierfacher Setzung imWesentlichen keinen andern Inhalt begehrt, als den der Zweistim-migkeit: das verbirgt sich ihm (so gewiss sein dichterisch erschlosse-ner Geist auch hier hätte leicht eindringen können) weil es seinenmusikalischen Zwecken nicht dient. In gleicher Weise wünscht er,sobald er vom Klang eines Instruments ergriffen — hingerissen ist,gleich Massen dieses und andrer entgegengesetzter in Anwendungzu bringen; da soll eine Anzahl Harfen nach oben, eine SchaarFlöten nach unten sich bewegen, eine Anzahl Pianoforte’s eine dritteBewegung ausführen — und das alles gleichzeitig. Nur schade,dass Effekte, die so gewonnen werden können, mit dem Ver-lust jeder dramatischen oder dialogischen — jeder polyphonenEntfaltung (das Kunstwort im weiten Sinne genommen, vergl. S. 386)erkauft werden, dass in diesen breitangelegten Schimmermassenalle individuelle und reiche Lebensentfaltung unlergeht. Es ist das-selbe Streben, aus demselben Grunde hervorgegangen und zu dem-selben Ziel hinführend, wie die Behandlung, die das Pianofortevon den neuesten Virtuosen erfährt.
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Zum ersten Abschnitte.
S. 45.
Schon beiläufig haben wir S. 494 darauf hingewiesen, dass dieInstrumentation der alten Meister, namentlich Seb. Bach’s, schonum desswillen nicht als Muster und Lehre dienen könne, weilihre Instrumente theils nicht mehr üblich, theils in Bau und Behand-lung andre geworden. Dies wird recht aulfallen, wenn wir dieTrompeten iii Bachs Partituren betrachten.
Marx» Komp. L. IV. 2. Aufl.
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