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eine 8füssige Labialstimme ,“ zur Begleitung der Kirchenmusik ,,imManual ein einziges Sfüssiges Gedakt oder dergleichen Flöte , für’sPedal einen Subbass (eine gedeckte, schwache, sanfte Stimme) 1(5Fusslon noch mit einer 8füssigen gedeckten Stimme,“ —wenn dieOrcheslerbässe schwach sind, noch ,,Violon 16 und 8 Fuss oderOktavbass 8 Fuss“ hinzuzulügen, — wenn die Bässe ganz fehlenund b'lns durch das Orgelpedal gegeben werden sollen, ,,alle 8- und161'üssigen Register (auch noch — aber nicht gern — Superoktav»4 Fuss) desselben, mit Ausnahme der Rohrwerke“ (also der hellenStimmen) zu ziehen. So ängstlich beschränkt ein von seinem In-strument begeisterter Mann (S. 12) dessen Wirkungskraft; und inder Hauptsache gewiss mit Recht, wenn man auch bei grosser Be-setzung des Orchesters und Chors (wie er selbst andeutet) über seinMaass ein wenig hinausgellen darf.
Allein — auch die Schwächung und Erniedrigung der Orgelbringt, noch kein gutes Verhältniss hervor. Der Ton des dumpfstenRegisters, so lange er nur irgend vernehmbar bleibt, wird in seinerCnwandelbarkeit endlich die stärkste Besetzung der Orchestersliin-men, — die beweglich, unstät,, ab- und zunehmend, ungleich sindwie alles Lebendige, — überwinden oder doch beeinträchtigen. Derstärkste Schlag der Streichinstrumente hat nur in einem Moment(S. 245) seine höchste Kraft, das helle Geschmetter der Trompetenund Posaunen hat seine Ebbe, seine Momente des Nachlassens, wäh-rend ein einziger Ton im Violon 8 Fuss, oder gar in einer Oboeoder Trompete (wenn man zu Rohrwerken greifen wollte) in uner-schöpflich gleichem Schalle fortwirkt und die Momente des Nach-lassens im Orchester als Schwächen empfinden lässt.
Hierzu kommt noch als letzter Enlseheidungsgrund der der Or-gel eigenthümliche, von der Weise des Orchesters oder Chors sowesentlich abweichende Styl. Gerade die eigenthümlichsten Zügedes Orgelsatzes (man blicke auf die in No. 11 und 12 milgetheiltenFngenthemale) sind ungeeignet für Orchester und Chor und someist umgekehrt; so dass im Verein beider widersprechenden Ele-mente bald das eine bald das andre sich zu fremden Zwecken her-geben , oder die Orgel in wahrhaft obligater Behandlung einen nochhärtern Ankampf gegen Orchester und Gesang führen muss.
Aus diesen Gründen erscheint uns die Benutzung der Orgel ne-ben Orchester und Chor ungünstig und unkünstlerisch. Wennäussere Verhältnisse (z. B. der Mangel eines Orchesters) zur Be-nutzung der Orgel nöthigen, so mag jeder Zusehen, wie er sich mitihnen abfinde und die Missstände der ungehörigen Vereinigung mög-lichst ausgleiche oder verberge. Ein äusserlicher Zwang abervermag weder das für die Kunst in ihrer Freiheit als richtig Er-