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4 (1851)
Entstehung
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wartctes, als ein nicht mehr Dazugehöriges und darum Lästigesaufnehmen lasse. Dies würde namentlich auch in der Modulationempfindbar werden. Mozart setzt die Rondopartie in Cdur, die So-natenpartie in Cm oll (mit Durschluss) also würde C auf C folgenlassen. Es darf also das Rondo nicht befriedigend abschliessen ;Mozart unterlässt im Rondo die Wiederholung des Hauptsatzes undführt da, wo man sie erwartet, den Hauptsatz (C)- und die ganzezweite Partie ein.

Hiermit ist nun der Weg bezeichnet zu noch weitern Zusam-mensetzungen und zu der grössten, in der die Arie den Namen

5. Scene

anninunl. Unter Scene versteht man einen aus mehrern Partien

und namentlich einer rezitalivischen zusammengesetzten So-logesang. In den meisten Fällen wird mit dem Rezitativ (als deruntergeordnetsten Form) angelängen; es folgt ein langsamer Satzin Lied- oder kleiner Rondoform; den Schluss macht ein grössererin Rondo- oder Sonatenform geschriebner Salz in schnellerer Bewe-gung. Von dieser gebräuchlichsten Gestaltung kann es indess soviel Ausnahmen geben, als es Wege giebt für die Entwickelungeines lyrisch-dramatischen Zustandes; das Rezitativ kann nicht bloszu Anfang, es kann zwischen den andern Sätzen auftrelen und sieverknüpfen, cs kann den Schluss der Scene machen, wenn in der-selben die Wichtigkeit des Worts zuletzt vorherrscht, oder dieStimmung wieder in Gegensätze auseinander tritt, die (Th. III,S. 387) gegen einander erwogen , nicht verschmolzen sein wollen,oder endlich, wenn die Gewalt der Leidenschaft so überwältigendhervortrill, dass das Maass der bestimmtem Formen nicht mehrohne Verläugnung oder Schwächung des Inhalts festgehalten werdenkann. So ist auch eine Umordnung oder andre Wahl der festenTlieile der Scene in vielfältigen Richtungen möglich. Ueber allediese Gestaltungen hisst sich im Allgemeinen nur wenig sagen. Esmuss zuvörderst jede Partie in sich befriedigend (damit man jedenach voller Bedeutung und Kraft fasse) aber doch in solcherWeise (also mit einem rhythmisch, oder melodisch, oder harmonischgestörten Schluss) abgeschlossen werden, dass die Folge einer neuenPartie vorausgefühlt und Theilnahme für dieselbe erweckt werde.

Die einzelnen Partien müssen (wie wir schon in mannigfachenFormen gelernt haben) durch Modulationsordnung, Inhalt und Stim-mung in Einheit unter einander erhalten werden. In der Regelwird diese Einheit befördert, wenn die Scene in dem Tone schliesst,in dem sie angefangen ; dies ist jedoch keineswegs für unerlässlichzu achten, kann vielmehr durch Inhalt und Stimmung oft unlhun-lich werden. Endlich ist es rathsam, nicht zu viel und vielerlei