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C.Welche Schrecken !
Welch Entsetzen !
D.Ach, mein Herz,
Von Qual zerrissen,
Leidet tausendfachen Tod.
auf, deren einheitsvoller Inhalt der Schmerz über die ihm auferlegteUnthat und ihre Folgen ist.
Treten wir dem Inhalt näher, so scheidet er sich in zwei Par-tien. In der ersten (A und II) stellt sicli Idomeneus die Folge sei-ner That als ein Zukünftiges vor; der ■Schatten Idamants wird ihmerscheinen, wird ihn verfolgen. In der zweiten Partie (C und D)fühlt er jene Qualen schon als gegenwärtige, ist ihnen schon hin-gegeben im Geist, ehe noch das Schreckliche geschehn.
Fassen wir nun die erste Partie für sich, so tritt sie wiederin zwei Abschnitte auseinander; im ersten (A) spricht Idomeneusmehr aus seiner eignen Empfindung (ihn wird der Schalten umschwe-ben, er wird erbeben), spricht mehr sein Gefühl subjektiv aus; imzweiten (II) vertieft er sich mehr objektiv in die ihm drohende Er-scheinung. Unstreitig ist der Inhalt des ersten dieser Abschnittefür die Empfindung des Singenden Hauptsache und somit die e rsteoder zweite Rondo form vom Texte bedingt. Mozart hat sichfür die letztere entschieden und mit vollem liechte.
Betrachten wir nun die zweite Partie der Arie für sich, so hatsie dem Gedanken nach nur einen einigen Inhalt: die Qual desGewissens. Demungeaehlet hat Mozart auch diese Partie in zweiAbschnitte (C und D) zerlegt und wieder mit vollem liechte. Denndie wenigen Worte des ersten Abschnitts (C), wenn sie auch kei-nen eignen und abgesehlossnen Gedanken aussprechen, umfassendoch in der Seele des Leidenden eine Welt von Schmerz, in dieder mitlebende und mitfühlende Tondichter sich vertiefen, in derer weilen, die er vollständig austönen musste, unmöglich mitblosser Rezitation, als eine blosse Zusatzphrase zu dem Folgendenabfertigen konnte. Diese zwei kurzen Zeilen werden Hauptsatzund die letzten (D) werden ein neuer Satz, also Seilensatz.Aber der Inhalt des Seitensatzes vervollständigt, vollendet erst denInhalt der vorigen Verse, die ohne ihn Exklamationen ohne bestimm-ten Gegenstand sein würden; er ist also eben so wichtig. Folg-lich muss nicht blos der Hauptsatz C, sondern auch der SeilensatzD wiederholt werden und somit ist für die zweite Partie der Ariedie Sonatenform nothwendig. Mozart hat sie ergriffen.
Es bleibt aber nun noch das Letzte zu bedenken: wie vereini-gen sich die beiden Partien der Arie?— Denn es ist zu besorgen,dass mit dem Abschluss des Rondos eine formelle Befriedigung ge-geben wird, die jede weitere Fortführung als ein nicht mehr Er-