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und dann den Fandango intonirt, wärend die Singslimmen ihrenDialog fortsetzen. In solchen Momenten werden die Singstinimenungeachtet ihres innern Uebergewiehts zu Nebenpartien, da der mu-sikalische Hauptgedanke und Zusammenhang nicht in ihnen, sondernin der Instrumentalpartie liegt.
B. Bestimmung der Kompositionsgestalt aus dem Text und dem-ihn tragenden Sinn.
Sobald wir unsern alten Grundsatz (Th. III, S. 368) dass derText die Form bestimme, dahin (S. 460) erweitert haben, dass nichtsowohl das Wort — das bei aller Tiefe doch nur ein Gelass fürden geistigen Inhalt ist, sondern die Stimmung, das ganze gei-stige Beisammen von Situation, Stimmung und lautemAusdruck (Wort) das Bestimmende für die Gestaltung einer Kom-position ist: dürfen wir den Grundsatz auch durch alle noch bevor-stehenden Aufgaben der Gesangmusik als leitenden und stützendenfesthallen. Man wird auch hier nicht absolute Entscheidungen fürden einzelnen Fall zu erwarten haben; diese sind vielmehr im vor-aus als unmöglich zu erkennen, da schon das Wort an sich viel-facher Auslegung fähig ist, die Auffassung oder das Hinzudichlen derStimmung und Situation aber noch weit mannigfaltiger nach Indivi-dualität und Standpunkt des Auffassenden erfolgen kann. Wennwir aber auf solche Entscheidungen verzichten , — und gern, dajedes absolute Gesetz ausser dem allgemeinsten (Th. I, S. 15) dasWesen der freien Kunst aufhebt, — so wollen wir darum nicht dieHülfe leitender Grundsätze, nicht Vorbildung und Vorerwägung ver-säumen, die uns vor herumtappendem Naturalismus und seinen un-zählbaren Irrungen bewahrt. Das Wort des hellsehendslen DichtersDer Irrthum schadet nicht,
Das Irren ist verderblich.
steht uns zur Seite. Irgend ein Fehlgriff oder Mangel im Einzel-nen unsers Werks wird es nicht so leicht verderben, er kann durchdie glücklichen Momente übertragen werden. Aber ein Fehlgriff inder Grundanlage bedroht das Werk in seiner Ganzheit; wäre esdann auch der Fall, dass viele, vielleicht alle Einzelheiten irgendeinen Reiz an sieb trügen, so würde doch immer die eigentlicheAufgabe unerfüllt bleiben, das Werk als Ganzes, als Verwirklichungder Idee, die es offenbaren sollte, wäre verfehlt*).
Auf diesem Standpunkt also, der hohem Stufe des schon frü-her (Th. III, S. 368) gewonnenen, ist es die erste Aufgabe desKomponisten, sich mit seinem Text auf das Innigste und Vollstän-digste vertraut zu machen; dies aber nicht blos dem Wortgehalt
*) Hierzu der Anhang Q,