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gen <?-dur-Symphonie nur Flöten, Oboen (keine Klarinetten) undFagotte, Hörner, Trompeten und Pauken. Mozart hat in seiner<?-moll-Symphonie, einer der geistvollsten und leidenschaftlichsten,die er geschrieben, nur eine Flöte, Oboe, Fagotte und zwei Hör-ner, keine Klarinetten, Trompeten und Pauken.
Wenn man vielleicht geneigt sein sollte, diese Zurückhaltungälterer Meister theilweis mit auf die Beschränktheit der damaligenOrchester zu beziehen: so findet man doch denselben Grundsatz auchbei Beethoven, der überall und namentlich in seinem Wien aufdie zureichenden Mittel der Ausführung rechnen konnte. In seinerheroischen Symphonie, zu der ihn bekanntlich die Heldengestalt Na-poleons begeistert hat und in der ihm Bilder des Kriegs in ihrerkühnsten, gewaltsamst andringenden Macht vorschwebten, hat erkeine Posaunen, keine Pikkolflöten, sondern setzt den gewöhn-lichen Instrumenten — Flöten, Oboen, Klarinetten, Fagotten, Trom-peten und Pauken und zwei Hörnern nur noch — ein drittes Hornzu. In seiner Pasloralsymphonie enthält er sich in den ersten bei-den Sätzen selbst der Trompeten, die erst im dritten — und daauch nur im Trio auftreten. Erst im vierten Satze (Gewitter,Sturm) kommen zu den Trompeten noch Pauken, eine Pikkolflöleund Posaunen — aber nur Alt- und Tenorposaune hinzu. Paukenund Pikkolflöle treten hier wieder ab. In der C-moll-Symphoniewerden Posaunen, Pikkolflöte und Kontrafagott ebenfalls bis zumFinale gespart. Selbst in dem mächtigsten aller Orchesterwerke,in Beethovens neunter Symphonie (mit Chor) wirkt das Kontra-fagott erst im vierten Satze bei der Einleitung in das Rezitativ derBässe mit; Pikkolflöte, grosse Trommel, Becken und Triangel tretenerst im AUa rnarcia der Kantate, —
Froh wie seine Sonnen fliegen,
Durch des Himmels prächtigen Plan,
Laufet Brüder eure Bahn. . . . «
und die Posaunen treten erst im Trio des Scherzo, dann aber nichteher wieder, als zu dem wie Tempelweihe gesungnenSeid umschlungen, Millionen!
auf*). Es bedarf nur eines Blicks in die Partitur, um zu erkennen,dass selbst diese gewaltigsten Instrumente nicht um der Massenoder Schallverstärkung willen gesetzt sind.
Die letztem Beispiele scheinen uns um desswillen die bewei-sendsten, weil der Künstler hier Mittel geschont und gespart hat,die er in demselben Werk an andern Orten in Tbätigkeit setzt,deren Vorhandensein er also fodert. Hier hat ihn also augenschein-lich nicht etwa äusserlich nothwendige Sparsamkeit oder sonst ein
*) S. 96, 132, 69, 108 der bei Schott in Mainz herausgegebneo Partitur.
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