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4 (1851)
Entstehung
Seite
348
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auf, unterscheiden dann seine zwei oder drei Massen und fassenwieder jede als ein in sich geschlossen Zusammengehöriges auf.Nun erst entdecken wir theils vertrautere Beziehungen , theils fei-nere Scheidungen und bilden durch die verschiednen Massen hin-durch unsre Ketten. Diese Anschauungs- oder Auffassungsweise,die den Komponisten ("nicht blos den Lernenden, denn hier lerntNiemand aus) stets von Neuem beschäftigen muss, dringt so vomAllgemeinsten bis in das Besonderste jedes einzelnen Instruments,lässt aber das Einzelne nicht mehr vereinzelt, sondern stets in sei-nem Verhältniss zu Anderm und dem Ganzen erscheinen.

Dasselbe gilt, wenn wir zuletzt

4. die Schallkraft

der einzelnen Instrumente ermessen; auch diese ist in den ver-schiednen Tonlagen verschieden, z. B. in der tiefen Oktave der Flötegering, in der hohen bedeutender. Im Allgemeinen kann man jedochden Blechinstrumenten überlegne Schallkraft vor den Rohr-instrumenten , den Bläsern mehr aushaltende, den Streich-inst rum en ten mehr Schlagkraft heimessen. Unter den Blechin-strumenten sind die Hörner, unter den Rohrinslrumenten Flö t enund Fagotte die mildesten.

Wir kommen zum Schluss auf die einstweilen bei Seite gelas-senen Schlag- und Ventilinstrumente zurück. Die erstem,von denen w r ir nur Pauken und grosse Trommel betrachten,sind bekanntlich eben sowohl des Piano als des höchsten Gradesvon Forte fähig, und mit jeder orchestralen Zusammenstellung ver-einbar. Im Piano oder Forte haben sie ursprünglich nur Schlag-kraft ; der Paukenwirbel aber kann gleich dem Tremolo der Streich-instrumente den Ton gewissermassen verlängern, und zwar aufbeliebige Zeit, so lange der Spieler nicht ermüdet, und dabeianschwellen und abnehmen lassen. Dieses Vermögen ist es, dasdie Vereinigung der Pauken mit den Streichinstrumenten und Blä-sern begünstigt.

Von den Venlilinstrumenten müssen wir schon Ventiltrom-peten und Ventil hörn er als die verzognen Geschwister (enfansgates) der natürlichen Trompeten zu diesen oder an deren Ort stel-len, wenn man sie einmal nicht entbehren kann. Das chro-matische Tenorhorn würde sich zu den Posaunen gesellen, dieslierhafte Tuba (Kontrabasstuba) aber mag, wenn man sie durch-aus haben will, den Bass des gesammten Bläserchors verstärken-Sollten noch Kornette u. s. w. zutreten, so würden sie zwischenHörnern und Rohrinstrumenten ein Mittelglied bilden.