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und Sprödigkeit ihres Klanges von den übrigen Rohrinstrumentenfern ab. Ihnen schliesst sich zunächst und als ein fast gleicharti-ges Wesen nur das englische Horn an. Unter den Blechinstru-menten sind es die Hörner, die durch die Weichheit und Rundungihres Klangs von den Trompeten und Posaunen sich wesentlich undunverkennbar abscheiden. — Wieweit diese Verschiedenheiten sichdurch vermittelnde Instrumente, durch Verstärkung der abweichen-den Instrumente mit den übrigen, durch äussere Maassregeln (z. ß.durch Pianissimo der Posaunen, in dem sie den Hörnern ähnlicherwirken) ausgleichen oder verbergen lassen, ist theils schon besprochen,theils noch weiter zu erörtern.
Auf der andern Seite schliessen sich die Hörner dem Klangenach leicht den Rohrinstrumenten, namentlich den Klarinetten, Fa-gotten und Flöten an. Und wiederum lehnen sich die Oboen be-sonders in den hohem und feinem Lagen leicht an die Violinen,während sie in der Härte der tiefen Tonlagen eine gewisse Aehn-lichkeit mit der Trompete (nicht zu ihrem Vorlheil) zu erkennengeben. Die Fagotte wiederum nähern sieb dem Klang der Violon-celle und die rauhern tiefen Töne der Bratsche sind nicht ohneeinen gewissen Anklang vom Wesen der Trompete.
Auf diese Weise bilden sich nun Reihen von Instrumenten,die unter einander in näherer Beziehung stehen und eins in dasandre überführen, oder eins das andre anziehen. Wir stellen fol-gende Reihen auf, —
Violine — Oboe — Trompete — Bratsche,
Violoncell — Fagott — Horn,
Oboe — Fagott — Klarinette — Flöte,
Fagott — Horn — Klarinette — Flöte,
Trompete — Posaune — Horn — Fagott,
Kontrabass — Bratsche — Trompete — Posaune,nicht erschöpfend, sondern nur als Beispiel für mancherlei andre zubildende Ketten ähnlicher Bedeutung.
Dass an allen hier in Beziehung gesetzten Instrumenten auchmehr oder weniger starke Verschiedenheiten hervorgeboben werdenkönnen, ist gewiss. Die ganze Betrachtungsweise kann schondarum nicht vollkommen genugthun, weil der Klang desselben In-struments in verschiednen Tonlagen (man denke nur an die Tiefeund Höhe der Oboe) und selbst bei verschiednem Stärkegrad (mandenke an das Piano und Forte der Hörner und Posaunen) ein sehrverschiedner sein kann. Allein diese Abweichungen und Nebenun-terschiede haben für jetzt keine Bedeutung. Es kommt jetzt nurvor Allem darauf an: sich einen grossen und freien Blick über dasgesammte Material und seine Wechselbeziehungen zu verschaffen.Wir fassen zuerst das Orchester als ein Ganzes, ein einiges Organ