Druckschrift 
4 (1851)
Entstehung
Seite
330
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Drittens. Ganz ebenso verfährt man bei dreitbeiliger Takt-art oder Gliederung; man geht, wie hier

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davon aus, dem ersten Hauptlaktlheil den Niederstrich zu gebenund wechselt nun Note für Note mit Nieder- und Aufstrich.

Viertens. Jede besonders verlangte Strichart hat die Be-deutung eines Motivs (und zwar eines rhythmischen) da sie ja einAusdruck, eine Intention des Komponisten ist; folglich darf sie, wiejedes Motiv, nicht willkührlich, nicht zu bald und zu häufig gegenandre Stricharien aufgegeben werden. Die kleinen Sätzchen inNo. 418 sind, wenn auch im kleinsten Raume, konsequent und inso fern gut gebildet. Wollte man ihre Stricharien durcheinander-würfeln, z. B. so:

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so würde ein Motiv das andre und eine Wirkung die andre ver-drängen.

Uebrigens erschwert auch die unregelmässige Mischung derStricharien die Ausführung, die um so leichter, sicherer, wirksamerwird, je gleichmässiger die Bogenführung sich gestaltet.

Fünftens. Je mehr Noten mit einander gebundenwerden sollen, desto mehr vertheilt sich das Gewicht des Bogens,desto weniger also ist ein Forte oder Fortissimo zu erreichen.Die höchste Stärke erlangt man, wie S. 329 gesagt, wenn der ganzeBogenstrich auf eine einzige oder auf jede Note verwendet wer-den kann. Am nächsten kommt die Verbindung von möglichst wenigNoten in raschem Zuge, z. B. hier,

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wo das, was am Gewicht des Strichs auf einen Ton verloren geht,durch die Tonfolge und deren Wirkung ersetzt wird*). GrössereReihen gebundner Noten, z. B. hier bei a,

*) Die erste Note würde, wie sich von seihst versieht, den Niederstricherhalten, aber die erste Tongruppe ( d efis ) ebenfalls, weil sie den gewesnenHaupttheil trifft; die zweite, auf das vierte Viertel fallende Tongruppe (J'isg o)hätte Aufstrich und der folgende Niederstrich träfe wieder den Haupttheil desneuen Taktes. Durch die ohnehin gerechtfertigte Abweichung bei der erstenTongruppe (die nach der Reihenfolge halte den Aufstrich erhalten sollen) ist dasGanze wohlgeordnet.